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Sicherheitsberater sind sehr gefragt

Sehnde Sicherheitsberater sind sehr gefragt

Sie sorgen seit drei Jahren dafür, dass sich Sehnder Bürger sicherer fühlen: Die Sicherheitsberater für Senioren. "Wir wollen Ängste abbauen", sagt Sabine Kramann. Die Stadtangestellte gehört selbst zum Team. Die Angst sei häufig viel größer als die wirkliche Gefahr, weiß sie aus Erfahrung.

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Sie sind von Anfang an als Sicherheitsberater für Senioren mit dabei: Werner Anders (von links), Heinz-Hermann Nolle, Joachim Schirdawahn, Wolfgang Gümmer, der Kontaktbeamte Stephan Flohr und Peter Duensing.  

Quelle: Sandra Köhler

Sehnde. Auf den liebgewordenen Kaffeeklatsch verzichten, weil es draußen dämmert und die Angst vor einem Überfall steigt? Das sei nicht nötig, sagt Sabine Kramann von der Stadt Sehnde. "Der Seniorenbeirat organisiert einen Fahrdienst, der genutzt werden kann." Die Sicherheitsberater würden in dem Fall den Kontakt herstellen. "Wenn in der Nachbarschaft Senioren zum gleichen Treff wollen, könnten aber auch alle gemeinsam gehen", zeigt Kramann eine Alternative auf. Auch die Handtasche einfach zu Hause zu lassen und nur das nötigste Geld mitzunehmen, sei eine Möglichkeit.

"Unser Ziel ist es, älteren Menschen die Sicherheit zu geben, aktiv am Leben teilzunehmen", erklärt Kramann das Ziel der Sicherheitsberater. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie beim Bergfest oder beim Generationentag sind die Sicherheitsberater deshalb stets mittendrin. Die zum Team zählenden 13 Männer und zwei Frauen verteilen Informationsflyer und geben Tipps.

Das Interesse an dem Kooperationsprojekt von Stadt und Polizei ist groß, weiß der Kontaktbeamte Stephan Flohr: "Die Berater werden häufig von älteren Sehndern angesprochen." Auch wenn sich Prävention nicht in Zahlen greifen lasse, sei die Bilanz positiv. Damit die Berater stets auf einem aktuellen Wissenstand sind, gibt es jährliche Schulungen und regelmäßige Arbeitskreistreffen.

Peter Duensing und Wolfgang Gümmer sind von Anfang an bei den Sehnder Sicherheitsberatern dabei: "Auf Nachfrage gehen auch zu den Vereinen und halten dort Vorträge." Die Themen könnten sich die Verantwortlichen aussuchen. Die Bandbreite reicht vom Enkeltrick bis zum Brandschutz.

"Wir sind offen für Menschen, die mitmachen möchten", sagt der Kontaktbeamte: Es dürften aber gerne noch mehr Frauen sein. Voraussetzungen gibt es keine, alle Teilnehmer werden geschult. Wichtig ist für den Polizeibeamten Flohr allerdings: "Wir bilden keine Hilfspolizisten aus. Das sind und bleiben Ehrenamtliche. Menschen, die mitten im Leben stehen, in ihrer Umgebung integriert und bestens vernetzt sind."

Im Prinzip leisten die Sicherheitsberater auch ein Stück Nachbarschaftshilfe. "Es meldet sich auch schon mal jemand, der seine Nachbarin länger nicht gesehen hat. Da gucken wir dann auch mal vorbei", sagt Flohr. Bei Fragen rund um Pflege verweise an man allerdings auf die entsprechenden Anlaufstellen.

Dass Sehnde eine der ersten Städte war, in der das Projekt erfolgreich initiiert wurde, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nicht nur, weil Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke beim vergangenen Städtetag in Osnabrück kürzlich die Gelegenheit nutzte, es vorzustellen. Nach einem Vortrag des Kontaktbeamten Flohr zu dem Thema in Hohenhameln zeigten jetzt auch die Braunschweiger Interesse an dem Projekt, erklärt Stephan Flohr ein wenig stolz.

Die Sicherheitsberater sind über den Kontaktbeamten Stephan Flohr unter Telefon (0 51 38) 13 72 und Sabine Kramann unter Telefon (0 51 38) 70 72 38 zu erreichen.

Sicherheitsstipps bei Kaffee und Kuchen

Anlässlich des dreijährigen Bestehens laden die Sicherheitsberater für Mittwoch, 26. April, von 15 bis 17 Uhr ins Rathaus Sehnde ein. Zur Feier des Tages gibt es aber nicht nur Kaffee und Kuchen. Uwe Bollbach, Beauftragter für Kriminalprävention an der Polizeiinspektion Burgdorf, wird zum Thema "Sicher unterwegs" referieren. Der Sehnder Kontaktbeamte Stephan Flohr informiert über "Sicherheit für Seniorinnen und Senioren". Außerdem gibt es ein Sicherheits-Quiz , Tafeln mit Wissenswertem zu Haustürgeschäften, Kaffeefahrten und Zivilcourage. Auf dem Bouleplatz hinter dem Rathaus wird von 14 bis 15 Uhr in das französische Boule-Spiel eingeführt. Anmeldungen von Gruppen werden unter Telefon (0 51 38) 70 72 38 und per E-Mail an sabine.kramann@sehnde.de entgegengenommen.

Von Sandra Köhler

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