Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Sicherheitsberater kümmern sich um Senioren

Sehnde Sicherheitsberater kümmern sich um Senioren

Seit einem Jahr gibt es in Sehnde ehrenamtliche Sicherheitsberater für Senioren. Sie sind weder Hilfssheriffs noch Bürgerpolizei, sondern sollen das Sicherheitsempfinden erhöhen und beraten.

Voriger Artikel
Hund frisst verdächtige Hackbällchen
Nächster Artikel
Skipper haben neuen Lotsen

Ehrenamtliche Helfer: Kontaktbeamter Stephan Flohr (links) mit den Sehnder Senioren-Sicherheitsberatern.

Quelle: Privat

Sehnde. Enkeltrick, Haustürgeschäfte und Einbruchschutz sind nur einige Themen, die die 14 Sicherheitsberater beackern. Sie geben auch Tipps, wie man sich verhalten soll, wenn plötzlich ein angeblicher Stadtwerker oder Schornsteinfeger an der Haustür klingelt - so wie am Freitag in Ilten. Dort hatte ein Unbekannter einer 89-Jährigen in ihrem Haus aus einem Portemonnaie Geld gestohlen. „Deshalb nie Fremde hereinlassen, echte Schornsteinfeger würden sich anmelden“, rät der Kontaktbeamte Stephan Flohr, der die Ehrenamtlichen betreut.

Viele Senioren sorgen sich um ihre Sicherheit und ziehen sich aus Angst vor Kriminalität in die eigenen vier Wände zurück, sagt die städtische Präventionsbeauftragte Sabine Kramann: „Die Kriminalitätsfurcht nimmt zu.“ Dabei würden Senioren viel häufiger Opfer bei sich zu Hause, betont Flohr. So wie das Ehepaar in Ilten, das Anfang des Jahres von vier falschen Polizisten in seinem Haus ausgeraubt worden war.

Die Kriminalität gegenüber Senioren sei in Sehnde eher rückläufig, sagt Flohr. Allerdings sei die Dunkelziffer vermutlich hoch, weil sich viele ältere Menschen anderen nicht anvertrauten - und die Polizei nicht behelligen wollen. In diese Bresche sollen die Sicherheitsberater als Bindeglied zur Polizei springen. „Die Leute werden ängstlicher“, stellt auch Sicherheitsberater Klaus Melchert fest. Der 70-Jährige hat wie seine Kollegen viele Gespräche geführt, sowohl zu Hause als auch bei Seniorennachmittagen und in Kirchenkreisen, und etwa über Sinn und Zweck von Rauchmeldern, Türspionen und Einbruchschutz an Fenstern und Türen beraten. Dazu gab es Veranstaltungen mit dem Kontaktbeamten.

Ihn habe das Ehrenamt gereizt, sagt Melchert. Zudem sei er Mitglied in der Feuerwehr, im Schützenverein und im Seniorenbeirat und daher gut vernetzt - und damit ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner. Genau das ist es, was sich die Polizei mit dem von ihr ins Leben gerufenen Konzept erhofft.

Von Oliver Kühn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sp7w1elrkm1nikapk4p
Buslinie 371 bindet jetzt Sehndes Norden an

Fotostrecke Sehnde: Buslinie 371 bindet jetzt Sehndes Norden an