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Die SPD will eine Heizung für das Waldbad

Sehnde Die SPD will eine Heizung für das Waldbad

Sechs Wochen vor der Kommunalwahl lässt Sehndes SPD-Ratsfraktion mit einem spektakulären Vorschlag aufhorchen. Sie fordert eine Heizung für das Wasser im Waldbad und möchte außerdem, dass die Einrichtung in die Obhut der Stadtwerke übergeht.

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Die Sehnder SPD-Ratsfraktion möchte das Waldbad gern in die Obhut der Stadtwerke übertragen und eine Heizung für das Wasser haben.

Quelle: kühn

Sehnde. Mit dem Wasser in Sendes Waldbad ist es so eine Sache: Wenn die Sonne scheint, ist es warm. Wenn Kälte herrscht, sinkt seine Temperatur rapide unter die 20-Grad-Marke. Zum Saisonbeginn im Mai sind 17 Grad üblich. Gestern, nach mehreren sehr warmen Tagen, zeigte das Thermometer satte 24 Grad. Das sei aber eine Ausnahme, sagte Schwimmmeister Frank Marutschke. Schon für 22 Grad Wassertemperatur brauche das Waldbad „mindestens vier Tage sonne und laue Nächte“.

Diese 22-Grad-Marke solle die Untergrenze für die gesamte Saison sein, sagt nun die SPD. Die Lösung: Es soll endlich eine Heizung her. Diesen Wunsch hat die Ratsfraktion nun zu einem offiziellen Antrag gemacht, über den die politischen Gremien nach der Sommerpause beraten sollen.

Konkret fordern die Sozialdemokraten, dass der Betrieb des Waldbades zur Saison 2017 von der Stadt auf die Stadtwerke Sehnde übergeht. Dafür soll Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (CDU) gemeinsam mit der Stadtwerke-Geschäftsführung alle Vorbereitungen und rechtlichen Prüfungen einleiten. Darüber hinaus soll nach einer kostengünstigen Lösung für die Beheizung des Wassers gesucht werden.

Die SPD fordert in Bezug auf die Heizungsanlage außerdem Weitsicht. Es müsse geprüft werden, ob die Anlage außerhalb der nur gut vier Monate langen Freibadsaison auch für andere Zwecke genutzt werden könnte – etwa zum Heizen der nahe gelegenen KGS oder des Bonhoefferhauses.

Vor rund acht Jahren, als es um die umfassende Sanierung des Waldbads ging, hatten sich Sehndes Politiker mehrheitlich gegen eine Heizungsanlage für das Bad ausgesprochen. Das geschah damals vor allem aus finanziellen Gründen. Damals wurden laut SPD Investitionskosten von 82 000 Euro aufgerufen.

Im Jahr 2014 fragte SPD-Ratsherr Wolfgang Toboldt, der mittlerweile auch Vorsitzender des Vereins der Waldbadfreunde ist, erneut nach den Möglichkeiten einer Heizung. Die Kosten für eine konventionalle Anlage oder ein heiztes Bodenabsorberfeld wurden damals mit rund 120 000 Euro beziffert. Nun bringen die Sozialdemokraten den Einsatz eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) mit möglichem späteren Anschluss an die KGS ins Spiel. Für den Einbau von Solaranlage, herkömmlichen Heizungsanlagen oder eines BHKW besäßen die Stadtwerke das nötige Knowhow, heißt es.

Von Achim Gückel

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