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Umweltfrevel: Autoreifen liegen im Graben

Sehnde Umweltfrevel: Autoreifen liegen im Graben

Ein Umweltsünder hat in der Sehnder Feldmark einen riesigen Berg Altreifen abgekippt. Der Naturfotograf Hans Gandke hat die illegale Deponie bei einem seiner Streifzüge entdeckt. Die Stadt hat den Fund dem Abfallentsorger Aha gemeldet. Der allerdings hat wenig Hoffnung, den Verursacher zu finden.

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Vermutlich ein Reifenhändler hat in der Feldmark südlich des Mittellandkanals rund 50 alte Reifen illegal entsorgt.

Quelle: privat

Sehnde. Hans Gandke ist oft unterwegs in der Sehnder Natur, um schöne Fotos zu machen. An den Rottekuhlen der ehemaligen Siedlung Klein Sehnde zwischen Sehnde und Gretenberg stieß er auf den dreisten Umweltfrevel. Dort hatte jemand rund 50 ausgediente Reifen, teilweise noch auf den Felgen, in einen Graben gekippt. "Das muss jemand mit einem Anhänger oder LKW gewesen sein", vermutet Gandke erbost. An der Stelle sei noch eine deutliche Spur breiter Reifen zu sehen.

Der Sehnder hat den Fund nicht nur fotografisch dokumentiert, sondern auch der Stadt gemeldet. Die hat es an die für die Entsorgung zuständige Aha gemeldet. Dessen Mitarbeiter Frank Bier hat durchaus einen Verdacht, warum die Reifen in der Feldmark landeten. Vermutlich habe sich ein Händler die Kosten einer ordnungsgemäßen Entsorgung sparen wollen. Der Fund werde zwar auf Spuren untersucht, die Hinweise auf den Verursacher geben könnten. "Aber vermutlich werden wir dabei nichts finden", sagt Bier. Und selbst wenn man etwas finde, sei zweifelhaft, ob es zum Ziel führe. "In einem anderen Fall haben wir tatsächlich mal eine Handynummer gefunden, die aber leider schon nicht mehr existierte", sagt Bier.

Im Fall der Altreifen könnte es nun darauf hinauslaufen, dass quasi der Gebührenzahler für die Entsorgung aufkommen müsse. "Das ist immer für diejenigen ärgerlich, die ihrem Müll ordnungsgemäß abliefern", sagt Bier. Diese müssten dann für die illegalen Deponien mitbezahlen.

Die Abholung der Reifen in der Sehnder Feldmark könne noch ein paar Tage dauern, kündigte Bier an. Bei Aha hätten diejenigen Stellen Vorrang, von denen eine gesundheitliche Gefährdung ausgehe oder die den Verkehr behinderten. Das sei hier nicht der Fall.

Von Michael Schütz

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