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Sperrung der L 411 verwirrt manchen Sehnder

Sehnde Sperrung der L 411 verwirrt manchen Sehnder

Die Sperrung der Gretenberger Straße wegen Bauarbeiten sorgt bei manchen Sehndern für Verwirrung. Anwohner beschweren sich über chaotisch ausgeschilderte Umleitungsstrecken. Bei der Stadt kann man die Vorwürfe nicht nachvollziehen.

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Anwohner müssen sich auf Umleitungen einstellen: Die Landesstraße 411 wird auf dem letzten Teilstück bis zur Nordstraße saniert.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Sehnde. Im Facebookforum "Wir - Sind Sehnder" klagen einige Nutzer ihr Leid über die Baustelle an der Gretenberger Straße. So sei die Ausschilderung der Umleitungsstrecken irritierend, einige Autofahrer nutzten deshalb Abkürzungen durch Wohngebiete, teils auch durch verkehrsberuhigte Zonen. Der Verkehr habe dort in dieser Woche drastisch zugenommen, heißt es.

Der städtische Fachdienstleiter Godehard Kraft kann den Unmut nicht verstehen. "Wir haben alles getan, um die Verkehrsänderungen so verträglich wie möglich zu gestalten", sagt er. Auf der Homepage der Stadt sei ein Plan mit allen aktuellen Umleitungen einsehbar. Dabei habe man etwa im Südtorfeld durch Entfernen von Pollern auch Straßen für den Durchgangsverkehr geöffnet, die bisher Sackgassen waren. "Wir mussten das so machen, sonst wären einige Bereiche von Sehnde während der Bauarbeiten völlig abgehängt gewesen", erklärt Kraft.

Auch die Baustellenampel, die zeitweise an der Straße Am Rothbusch stand, wird kritisiert: "Da fehlte der Hinweis, dass sie nur für die Anwohner der anliegenden Straßen gilt", meint ein Sehnder. Autofahrer seien teilweise über die Baustelle, also über die Kanalbrücke gefahren. Die Chefin des griechischen Restaurants an der Kanalstraße übt ebenfalls Kritik an der Baustelle. "Die Arbeiten dauern manchmal bis 19.30 Uhr, bis dahin ist es staubig und laut. Da will bei uns keiner mehr draußen sitzen und etwas essen", sagt die Gastronomin. Ihrer Meinung nach hätte man die Arbeiten in kleineren Abschnitten erledigen und dabei die Fahrbahn zumindest halbseitig befahrbar lassen sollen.

Laut Kraft sei das so nicht möglich gewesen. Zum Einen stünden die Arbeiten unter einem großen zeitlichen Druck, weil man angesichts des Schulbusverkehrs bis zum Ende der Sommerferien fertig sein müsse. Zum anderen sei eine solche Maßnahme nicht wirtschaftlich.

Waltraud Dopatka, Anwohnerin der Kanalstraße, kann die Beschwerden nicht nachvollziehen: "Viele Leute sind doch einfach nur zu faul, auch nur mal ein paar Schritte zu Fuß zu gehen", sagt sie. Die Stadt hätte ausreichend und gut informiert: "Bei einer Baustelle muss man eben Änderungen in Kauf nehmen. Und die Bauarbeiten müssen ja auch irgendwie erledigt werden."

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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