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Vereine erhalten mehr Geld für Rasenpflege

Sehnde Vereine erhalten mehr Geld für Rasenpflege

Der Sportring Sehnde ist mit seinem Antrag auf Erhöhung der Pflegekostenpauschale für Rasensport treibende Vereine von 30 auf 50 Cent je Quadratmeter gescheitert. Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Soziales hat sich nur auf eine Anhebung auf 40 Cent geeinigt.

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Der MTV Ilten gehört mit seiner Sportanlage an der Hugo-Remmert-Straße zu den Rasensport treibenden Vereinen.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Sehnde. Die letzte Erhöhung auf 30 Cent gab es vor sieben Jahren. Jetzt sieht der Sportring wegen gestiegener Kosten, etwa für Düngemittel, einen Zuschuss von 50 Cent pro Quadratmeter als "zwingend notwendig" an. Das würde für die Stadt Mehrkosten von mehr als 38.000 Euro im Jahr verursachen, der Vorschlag der Stadt mit 38 Cent jedoch nur rund 15.000 Euro. Mit dem Votum des Ausschusses sind es rund 19.000 Euro.

Die Entscheidung fiel allerdings denkbar knapp aus. Der Vorschlag über 40 Cent kam von der CDU/FDP-Gruppe, die mit ihren drei Vertretern dafür stimmte - die restlichen sechs Ausschussmitglieder dagegen enthielten sich. Wolfgang Toboldt hatte für die Gruppe SPD/Grüne vorher angeregt, beim Verwaltungsvorschlag von 38 Cent zu bleiben. Wolfgang Ostermeyer (AfD) dagegen wollte sogar dem Sportring mit der Forderung nach 50 Cent folgen, scheiterte damit aber im Ausschuss.

Derzeit werden neun Vereine von der Stadt finanziell unterstützt: TSV Haimar-Dolgen, MTV Ilten, TuS Wehmingen, MTV Wassel, SV Bolzum, MTV Rethmar, SuS Sehnde, TSV Höver und SSV Sehnde-Süd. Neu hinzu kommt der Ponyclub Hohenfels in Bolzum, der wegen des geringeren Aufwands aber nur 15 Cent je Quadratmeter erhält. Der erhöhte Satz soll aber nur für Plätze mit höchstem Qualitätsanspruch, sprich mit Punktspielbetrieb, gelten. Für Bolzplätze bleibt alles beim Alten.

Allerdings wünscht sich der Sportring eine jährliche Anpassungsklausel. Denkbar wäre, die Beträge alle fünf Jahre anzupassen, schlägt die Verwaltung vor - jeweils um 1 Cent pro Jahr, für Bolzplätze um 0,5 Cent. Erstmalig würde die Erhöhung dann zum 1. Januar 2022 greifen. 

Darüber hinaus hat die Stadt festgestellt, dass die jetzige Praxis wegen der Mehrwertsteuerpflicht künftig ein steuerliches Problem für die Vereine beinhalten könnte. Mann müsse darüber nachdenken, ob die Zahlung in der jetzigen Form weiterhin noch so möglich sei oder auf einen anderen, rechtssicheren Modus umgestellt werden sollte. Wie dieser aussehen könnte, ist noch unklar. Dies würde aber unter Umständen eine Überarbeitung der geltenden Förderrichtlinien bedeuten.

Die Pflegekostenpauschalen sollen deshalb bei den Haushaltsberatungen im nächsten Jahr nochmal auf den Prüfstand kommen, sowohl was die Anpassungsklausel als auch die steuerrechtliche Prüfung angeht. "Diese Diskussion muss nochmal geführt werden", sagte Toboldt. Beide Punkte wurden deshalb auch ausdrücklich in den Beschluss aufgenommen.

Von Oliver Kühn

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