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Neue Chance auf Hortplätze in Sehnde

Sehnde Neue Chance auf Hortplätze in Sehnde

Neue Hoffnung für Eltern von Grundschülern: Die Stadt hat neue Räume für die Einrichtung eines Hortes gefunden. Der Vermieter müsste noch erheblich umbauen, damit die Stadt die Immobilie für den Hortbetrieb nutzen könnte. Pläne dazu wurden jetzt im Fachausschuss Kindertagesstätten und Jugend vorgestellt.

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Die Stadt hat neue Räume für die Einrichtung eines Hortes gefunden. Der Vermieter muss aber noch erheblich umbauen.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Sehnde. 25 Sehnder Kinder haben für das Schuljahr 2017/2018 noch keinen Platz in der Schulkindbetreuung am Nachmittag. Die Stadt will die Zahl der Hortplätze in der Kernstadt deshalb aufstocken. Seit einiger zeit sucht sie nach geeigneten Räumen, einige vielversprechende Optionen zerschlugen sich, nachdem die Vermieter kurzerhand absagten.

"Jetzt haben wir ein Angebot zur Anmietung von Räumen bekommen, die wir für eine Hortnutzung für geeignet halten", sagt Fachdienstleiterin Katharina Fischer. Der zuständige Fachdienst des Kultusministeriums habe die Räume schon begutachtet und das Objekt ebenfalls für geeignet gehalten. "Eine Betriebserlaubnis kann allerdings nur unter der Voraussetzung ausgestellt werden, dass einige Umbauarbeiten erfolgen", sagt Fischer.

Und diese Umbauarbeiten seien nicht unerheblich. Das Objekt sei bisher als Wohnung genutzt worden. Die ausreichend großen Gruppenräume von 40 und 30 Quadratmetern müssten erst einmal geschaffen werden. Zudem müsse ein komplett neuer Sanitärbereich mit mindestens drei baulich voneinander getrennten Toiletten errichtet werden.

"Derzeit ermittelt der Eigentümer die Kosten für die einzelnen Gewerke", sagt Fischer. Danach werde er ein entsprechendes Mietangebot vorlegen. Fischer rechnet damit nicht vor Mitte Mai und hofft, konkretere Informationen wie einen möglichen Zeitplan zur Umsetzung dann den Eltern mitteilen zu können.

Fischer geht nicht davon aus, dass der neue Hort zum Schulbeginn nach den Sommerferien starten kann. "Es wird eher im dritten Quartal werden", sagt die Fachdienstleiterin. Eine Zwischenlösung  - etwa Container - sei bisher nicht geplant. Ausschussmitglied Sephar Sardar Amiri wies darauf hin, dass die Eltern mit dem Angebot aber noch nicht rechnen könnten. Noch sei nichts in trockenen Tüchern. Schon einmal habe es nach vielversprechenden Gesprächen kurzfristig eine Absage gegeben.

Die Eltern sind mit dem bisherigen Vorgehen der Stadt gar nicht zufrieden. "Seit Monaten weisen wir auf die Situation hin. Lange ist nichts passiert", sagt Franziska Ott. Sie tourt zusammen mit anderen Eltern seitdem durch alle wichtigen politischen Gremien der Stadt und verschafft sich dort Gehör. "Der Hortplatz für unseren Sohn ist für uns als Familie existenziell", sagt sie. Sie und ihr Mann seien beide in Vollzeit beschäftigt und benötigten das Einkommen, um ihr Haus in Wassel finanzieren zu können.

Sie überlegt jetzt gar, ob sie ihren Sohn für einen der vier freien Hortplätze in Ilten oder Höver anmeldet. Dann müsste ihr sechsjähriger Sohn erst mit dem Bus nach Wassel und nach Schulschluss mit dem Linienbus nach Ilten oder Höver fahren - und von dort nach 17 Uhr wieder zurück. "Anders geht es nicht", sagt Ott. Das werde ihr Sohn dann auch meistern, ist sie überzeugt.

Schulkindbetreuung in Sehnde

Die Schulkindbetreuung in Sehnde läuft momentan zweigleisig. Bisher gibt es eine Ganztagsschule, die Grundschule Breite Straße. Dort erhalten die Kinder nach Schulschluss ein Mittagessen und können bei Bedarf bis 16 Uhr betreut werden. Die Schule in Höver soll ab 1. August dieses Jahres ebenfalls Ganztagsgrundschule werden. In den anderen Grundschulen endet die Betreuung um 13 Uhr. Die Stadt Sehnde bietet an drei Standorten ab 1. August dieses Jahres insgesamt 132 Hortplätze an. Die Kosten für die Betreuung bis 17 Uhr betragen inklusive Mittagessen monatlich 210 Euro.

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