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Rethmar wird deutlich wachsen

Sehnde Rethmar wird deutlich wachsen

Das wird die größte städtebauliche Erweiterung Sehndes seit Jahren: Am westlichen Ortsrand von Rethmar hat die Stadt zwölf Hektar Ackerland für Wohnbebauung gekauft, im Osten von Sehnde 16 Hektar zur Erweiterung des Gewerbegebiets. Kostenpunkt für beide Projekte: rund 4,5 Millionen Euro. Zudem laufen Gespräche über eine weitere Siedlungsentwicklung im Norden Sehndes.

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Am westlichen Ortsrand von Rethmar neben dem Bundessortenamt hat die Stadt zwölf Hektar Ackerland gekauft, auf denen einmal mehr als 100 Grundstücke zur Wohnbebauung entstehen sollen.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Sehnde ist eine der wenigen Kommunen in der Region Hannover mit Bevölkerungszuwachs - doch darauf will sich die Stadt nicht ausruhen. Westlich des Bundessortenamts in Rethmar, zwischen der B65 und dem Mittellandkanal in Richtung Süden, könnten einmal mehr als 100 Baugrundstücke entstehen, sagt der Erste Stadtrat Rolf Steinhoff. "Das ist schon eine bemerkenswerte Größe und eine große Chance für eine positive Entwicklung", ergänzt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Doch noch gebe es keinen Bebauungsplan, auch der Flächennutzungsplan müsse geändert werden. Rethmar gehört neben der Kernstadt und Ilten zu den einzigen Ortsteilen, die sich laut Regionalem Raumordnungprogramm siedlungstechnich ausdehen dürfen.

Auch auf Jahre angelegt ist die Weiterentwicklung des Gewerbegebiets am Borsigring. Die jetzt erworbene 16 Hektar große Fläche reicht bis an die Kommunale Entlastungsstraße und den Kreisel zwischen Sehnde und Rethmar. "Wir haben regelmäßig Anfragen nach Gewerbeflächen", verdeutlicht Steinhoff. Auf der neuen Fläche könnten mittelständische Firmen und Handwerksbetriebe unterkommen, aber kein flächenfressender Logistikpark.

Die Politik hatte die Grundstückskäufe einhellig befürwortet. "Das ist eine Riesenchance für Sehnde", sagt Hartmut Völksen, Vorsitzender der CDU-Fraktion und des Stadtentwicklungsausschusses. Die Frage nach Baugrundstücken sei wegen der Nähe zu Hannover und der guten Infrastruktur groß. Die Stadt profitiere von den Einnahmen aus den Baugrundstücken und später von der Einkommenssteuer der Neubürger. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Kruse unterstützt die Pläne, möchte aber schon möglichst in diesem Jahr Aktivitäten sehen. Dies sei eher auf der anderen Seite des Ortes möglich. "Dort dürften einige Flächen schnell verfügbar sein, sowohl für Wohnbebauung als auch für Kleingewerbe."

Darüber hinaus könne er sich ein Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbau im Norden Sehndes gegenüber dem Friedhof vorstellen. Die Stadt scheint in Gesprächen darüber zu sein, will aber noch keine Einzelheiten nennen.

Von Oliver Kühn

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