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Stadt Sehnde warnt vor Anzeigenbetrügern

Sehnde Stadt Sehnde warnt vor Anzeigenbetrügern

Die Stadt Sehnde warnt vor einer zwielichtigen Agentur, die offenbar im Namen der Stadt Anzeigen einwirbt. Dabei handele es sich um Betrug. Besonders ärgerlich: Im August will die Stadt selbst eine neue Infobroschüre auf dem Markt bringen und befürchtet nun, dass ihre Anzeigenakquise gefährdet wird. In Lehrte gibt es noch keine aktuellen Hinweise.

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Mit diesem Hinweis auf ihrer Internetseite warnt die Stadt Sehnde vor betrügerischen Anzeigenverkäufern.

Quelle: Stadt Sehnde

Sehnde. Die dubiose Firma nennt sich ABV-Media - mit lediglich einer 0800-Servicenummer sowie Adresse und Gerichtsstand in der Stadt Bursa in der Türkei. In dem Schreiben wird ein "Druckobjekt: Bürgerinfo" beworben. Mindestens eine Sehnder Firma ist bereits auf die betrügerische Masche hereingefallen. "Das ist für uns sehr ärgerlich", sagt Stadtsprecherin Ines Raulf. "Dahinter muss ein aggressives Callcenter stehen."

Die Stadt werde erst ab August Anzeigen für ihre neue Infobroschüre einwerben. Dies werde aber rechtzeitig angekündigt und auch nicht per Fax betrieben, sondern von Mitarbeitern, die sich ausweisen könnten. Von dem aktuellen Fall ist auch die Mediengruppe Madsack betroffen, die die Broschüre erstellen wird. „Da wollen sich unseriöse Firmen unseren guten Ruf zunutze machen“, sagt Marcel Lensch, Verlagskoordinator Region Süd. 

Für die Stadt ist es bereits der zweite Fall in diesem Jahr. Dort war schon ein gefälschtes Schreiben des Finanzamtes aufgetaucht. "Wenn man genau hinsieht, erkennt man den Betrug aber eigentlich gleich", sagt Raulf. Sie rät, das Kleingedruckte zu lesen - dies beinhalte "schlimme Knebelverträge". Ein einmal abgeschlossener Vertrag verlängert sich jeweils für ein Jahr, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Wegen des Gerichtsstands in der Türkei könne man hinterher rechtlich kaum etwas dagegen tun. Ähnliches habe man schon mal mit dem Absenderland Bulgarien erlebt. Und im vergangenen Jahr wollte eine Firma Anzeigen für einen neuen städtischen Ortsplan einwerben - einen Auftrag hatte die Stadt aber nie erteilt.

Ärgerlich sei, dass nun erneut Gewerbetreibende behelligt werden, klagt Raulf. Denn die Stadt erstelle die Infobroschüre bewusst nur alle fünf Jahre zu Wahlen.

Von Oliver Kühn

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