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Stadt bezweifelt Prognose der Bahn beim Zuglärm

Sehnde Stadt bezweifelt Prognose der Bahn beim Zuglärm

Das Eisenbahn-Bundesamt hat jüngst eine Online-Befragung zum Thema Zuglärm durchgeführt. Die Sehnder Verwaltung hat davon allerdings nur durch Zufall erfahren, die Stadt fiel mit rund 23.000 Zügen pro Jahr aus dem Raster, das eine Befragung erst ab 30.000 vorsah. In Sehnde sieht man dies anders.

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Im Rathaus ist man mit der Prognose der Deutschen Bahn unzufrieden.

Quelle: Symbolbild

Sehnde. Die Online-Befragung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) zum Lärm an Schienenstrecken ist Ende Juni ausgelaufen. Bei der sogenannten Lärmaktionsplanung konnten Bürger, Kommunen, Verbände und andere Interessengruppen mitteilen, wo sie sich von Lärm gestört oder sogar belästigt fühlen. Auch die Stadt Sehnde hat sich daran beteiligt - und zwar sozusagen in letzter Minute, weil das dafür eingerichtete Internetportal in der Öffentlichkeit kaum bekannt war.

„Wir haben davon nur durch Zufall erfahren“, bestätigt Fachbereichsleiter Godehard Kraft. Hintergrund für die Befragung ist die stetige Zunahme des Güterverkehrs, der auch beim Neubau der Y-Trasse eine Rolle spielt. Davon sind auch Sehnde und Lehrte betroffen.

In einem Schreiben an das Bundesamt zieht die Stadt sowohl den Ansatz als auch die Prognosen der Bahn in Zweifel. Das EBA hatte nur Strecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr ins Auge gefasst. Sehnde falle mit rund 23.000 Zügen im Jahr nicht darunter, hieß es. „Wir kommen auf der Strecke Lehrte-Hildesheim aber locker auf über 50.000 Züge“, kontert Kraft. Das sei dem Bundesamt auch mitgeteilt worden.

Darüber hinaus habe die Verwaltung eingefordert, in Zukunft an solchen Aktionen beteiligt zu werden. Denn die Zahlen und daraus eventuell resultierende Lärmschutzmaßnahmen hätten auch Einfluss auf die Planungen für das mögliche Neubaugebiet Maschwiesen zwischen der Bahnstrecke und der B 443.

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