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Stadt will 20 weitere Hortplätze anbieten

Sehnde/Ilten Stadt will 20 weitere Hortplätze anbieten

Die Stadt möchte ab dem Schuljahr 2016/17 insgesamt 20 weitere Hortplätze anbieten. Ein Teil der Plätze soll durch eine Aufstockung des Schulcontainers in Ilten entstehen. Die Politik schlägt aber vor, frei werdende Räume im Hort in Sehnde zu nutzen und die Schüler mit dem Bus dorthin zu bringen.

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Der Hort Regenbogen in Sehnde ist eröffnet worden.

Quelle: Gerko Naumann

Sehnde. Derzeit bietet die Stadt Sehnde ihren Grundschülern 92 Hortplätze an. Diese Zahl reicht aber bei Weitem nicht aus. Die Nachfrage ist laut Fachdienstleiterin Katharina Fischer doppelt so groß. Immerhin 20 Plätze sollen zum Schuljahr 2016/2017 zusätzlich geschaffen werden. Dieses ist einerseits möglich, weil der in Sehnde ansässige Hort Kunterbunt in Räume der Astrid-Lindgren-Grundschule zieht. Dort gibt es freie Klassenzimmer, und eine Aufstockung um acht auf 40 Plätze wäre möglich. Weitere Kapazitäten will die Stadt mit einem weiteren Schulcontainer an der Grundschule in Ilten erschließen. Der vom Hort Regenbogen genutzte dortige Container soll um eine Etage aufgestockt werden. Dann könnten über die dortigen 40 Plätze hinaus weitere zwölf Hortplätze in einer dritten Hortgruppe entstehen.

Im Fachbereichsausschuss Kindertagesstätten und Jugend gab es jetzt besonders zu diesem Vorschlag viele Diskussionen. Einen weiteren Container mit jährlichen Mietkosten von 26 000 Euro halten viele Politiker vor dem Hintergrund der schlechten Haushaltslage für zu teuer. Die Verwaltung wurde deshalb vom Ausschuss beauftragt zu prüfen, ob eine weitere Nutzung der Räume des Hortes Kunterbunt in Sehnde möglich wäre. Diese Räume würden mit dem geplanten Umzug des Hortes frei werden.

Zudem soll die Stadt berechnen, was ein Transfer für zwölf Kinder kosten würde. Fachdienstleiterin Fischer will die Kostenaufstellung zur Ratssitzung am Donnerstag, 17. Dezember, vorlegen: „Wir möchten den Eltern früh die zusätzlichen Plätze anbieten, daher brauchen wir eine zügige Entscheidung“, erklärte sie.

An drei Standorten gibt es Nachmittagsbetreuung

Für Hortplätze gibt es im Gegensatz zu Kindergartenplätzen keinen Rechtsanspruch. Für viele Eltern ist aber hinsichtlich der Betreuung der Schnitt nach dem Kindergarten schwer. Die Betreuungszeit im Kindergarten geht bis 17 Uhr – in verlässlichen Grundschulen hingegen bis 13 Uhr. Sehnde hat inzwischen zwei Ganztagsgrundschulen, die montags bis donnerstags mindestens bis 15.30 Uhr die Erst- bis Viertklässler betreuen. Die Nachmittagsbetreuung ist an den Ganztagsschulen kostenlos. Für die übrigen Grundschulen bietet die Stadt an drei Standorten Hortplätze an. Diese sollen die Lücke bis zur Genehmigung einer dritten Ganztagsschule in der Stadt Sehnde füllen. Ein Hortplatz kostet inklusive Mittagessen 200 Euro im Monat; Geschwisterkinder zahlen die Hälfte. Die Stadt Sehnde steht beim Thema Nachmittagsbetreuung im Regionsvergleich nicht gut da und liegt hinsichtlich der Versorgungsquote auf dem drittletzten Platz.

Von Patricia Oswald-Kipper

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