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Stadtwerke untersuchen Wasserleitungen

Sehnde Stadtwerke untersuchen Wasserleitungen

Die Stadtwerke Sehnde wollen in der Nacht zu Mittwoch, 31. Mai, die Wassertransportleitungen untersuchen. Dazu wird das Wasser zeitweise abgestellt. Grund für den Check ist der niedrige Wasserdruck in Dolgen, Evern und Haimar. Der bereitet vor allem der Feuerwehr Probleme.

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In Bolzum haben die Stadtwerke Sehnde in 2016 Trinkwasserleitungen erneuert.x

Quelle: Stadtwerke Sehnde

Dolgen/Evern/Haimar. Der Wasserdruck in den Orten Dolgen, Evern und Haimar, ist zu niedrig. Statt der für die Feuerlöschversorgung notwendigen 800 Liter pro Minute muss die örtliche Feuerwehr aktuell mancherorts mit 640 Litern pro Minute zurecht kommen. "Der niedrige Druck bedeutet schwierige Umstände für die Aktiven beim Löschen", weiß Daniel Korf, technischer Leiter der Stadtwerke Sehnde. So müsse zusätzlich zum Anschluss an das Trinkwasser dann beispielsweise eine weitere Wasserversorgung - etwa aus dem Mittellandkanal - gelegt werden, um ein Feuer optimal bekämpfen zu können. So war es zum Beispiel im vergangenen Jahr beim Brand einer Scheune mitten in Dolgen. Für Privathaushalte bringe der niedrige Wasserdruck jedoch kaum Nachteile, heißt es.

Seit Januar 2017 sind die Trinkwasserleitungen nun in Besitz der Stadtwerke Sehnde und nach einigen Vorbereitungen soll nun am Dienstag, 30. Mai, ab 22 Uhr die Untersuchung der Leitungen beginnen. "Wir suchen nach Fehlern in der Transportleitung", sagt Korf. In einem Bereich wolle man die Leitung sogar ausgraben und dann dort etwa einen sogenannten Schieber auswechseln.

Korf geht davon aus, dass im Bereich Evern und Dolgen sogenannte Durchflussbegrenzer eingebaut sind, die bislang den Wasserdruck in den Orten absenken. In Haimar habe man bereits einen solchen Druckminderer gefunden und entfernt. Es gehe nun darum, weitere Stellen ausfindig zu machen und diese Druckminderer zu entfernen, sagt Korf. Es sei dabei aber noch unklar, ob diese Arbeiten während der Untersuchung erledigt werden könnten.

Die Untersuchung wird von Dienstag, 30. Mai, 22 Uhr bis Mittwoch, 31. Mai, 5 Uhr dauern. In dieser Zeit soll das Wasser komplett abgestellt werden. Es steht damit auch kein Trinkwasser zur Verfügung. Unter Umständen müsse man auch mit einem längeren Untersuchungszeitraum rechnen, sagt Korf. Und: Nach der Inbetriebnahme könne es über mehrere Stunden zu Druckschwankungen und zur Eintrübung des Wassers kommen, merkt er an. Diese Eintrübungen seien jedoch nicht gesundheitsschädlich.

Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich ist froh, dass die Untersuchung noch in diesem Monat startet: "Speziell für die Feuerwehr ist das ein großes Problem, und das müssen wir abstellen", sagt Haarstrich. Nach der Auswertung durch die Stadtwerke will er über die Arbeiten und die vorgenommenen Änderungen an der Wassertransportleitung im Ortsrat berichten.

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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