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Tausende Liter Öl versickert

Sehnde Tausende Liter Öl versickert

Unbemerkt von der Öffentlichkeit ist auf dem Gelände der früheren Keramischen Hütte an der Peiner Straße ein alter Öltank leck geschlagen. Mehrere Tausend Liter Schweröl haben sich ins Erdreich ergossen.

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Auf dem Gelände einer Autoverwertung sind aus einem leck geschlagenen Tank (rechts im Hintergrund).

Quelle: Kühn

Sehnde. Nach Auskunft der Region Hannover sei keine Fahrlässigkeit für die Leckage des Tanks verantwortlich, sondern vermutlich Verschleiß. Die Polizei habe sogar wegen Sabotage ermittelt, doch keine Hinweise auf eine mutwillige Zerstörung gefunden, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Der Tank sei mittlerweile leer gepumpt und gereinigt worden. Am Dienstag ist eine Fachfirma angerückt, um die Umweltschäden zu beseitigen. Dazu war auch ein Kran erforderlich. Denn der verunreinigte Boden muss abgezogen, in eine Spezialfolie gewickelt und als Sondermüll entsorgt werden. Auch Teile des Bewuchses müssen nach Auskunft Abelmanns entfernt werden.

Die Arbeiten sollen bis Freitag andauern und werden laut Region von einem Umweltgutachter überwacht. Erschwert werden sie durch das Unwetter vom Wochenende. Denn ein kleiner Wall, der um das verseuchte Gelände gezogen worden war, hat sich wegen des starken Regens aufgelöst, sodass sich zusätzlich ein Öl-Wasser-Gemisch ausbreiten konnte.

Die Region Hannover als zuständige Umweltbehörde hat von dem Vorfall nach eigener Aussage bereits Anfang Juni erfahren. Weil sich der Schaden auf einem Privatgrundstück ereignete, sei die Öffentlichkeit nicht informiert worden. Der Grundstückseigentümer, eine Autoverwertung, habe korrekt gehandelt und für Abhilfe gesorgt, für die Region sei in diesem Fall deshalb die Gefahrenabwehr wichtiger als die Schuldfrage.

Auf den Verursacher kämen ohnehin hohe Kosten von mehreren Tausend Euro zu, weshalb man auf ein Verfahren verzichte. Die Firma war gestern nicht zu erreichen, die Telefonnummer ist laut Auskunft derzeit nicht erreichbar.

Der Zwischenfall wirft auch ein Schlaglicht auf die Zukunft des Geländes. Dort will die Stadt Wohnbebauung verwirklichen. Mit dem hannoverschen Unternehmen Dolphin Capital gibt es einen potenziellen Investor. Doch dafür muss das Gelände nicht nur wegen des jüngsten Falles auf Altlasten untersucht werden. Nachbarn berichten, dass es dort schon vor 30 Jahren einen Ölunfall gegeben habe.

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