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VDSL-Ausbau steht auf der Kippe

Sehnde VDSL-Ausbau steht auf der Kippe

Das Kommunikationsunternehmen HTP hat Mühe, die notwendigen Interessenten für superschnelles Internet zusammenzubekommen. Bisher sind es etwa halb so viele wie benötigt. Daher verlängert HTP jetzt die Frist einer Umfrage.

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Das Unternehmen HTP braucht in der Sehnder Kernstadt 390 Interessenten, bisher sind es aber erst rund 200.

Quelle: Symbolbild

Sehnde. Mitte Dezember hatte HTP angekündigt, auch in der Sehnder Kernstadt in die schnelle VDSL-Technik investieren zu wollen. Diese ermöglicht es, mit Hochgeschwindigkeit im Internet zu surfen. In der Kernstadt soll das künftig mit Bandbreiten zwischen 50 und 100 Mbit pro Sekunde möglich sein.

Um das Interesse bei den Sehndern auszuloten, hatte HTP eine Haushaltsumfrage gestartet und gleichzeitig die Marke von 390 Interessenten gesetzt. Erst wenn diese erreicht sei, lohne es sich für das Unternehmen, den VDSL-Ausbau in Sehnde zu betreiben, hieß es. HTP will nach eigenen Angaben 725.000 Euro in Sehnde investieren.

Bis zur vergangenen Woche haben aber erst rund 200 Sehnder Haushalte signalisiert, dass sie sich für das Angebot interessieren. Es fehlen also noch 190. Diese hofft HTP nun mit einer Verlängerung der eigentlich bereits abgelaufenen Umfragefrist bis zum 25. Januar zu bekommen. „Zurzeit ist das Interesse noch nicht ausreichend, um einen Ausbau zu rechtfertigen“, macht HTP-Geschäftsführer Thomas Heitmann deutlich. Sein Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren die VDSL-Technik unter anderem nach Haimar, Dolgen, Wehmingen, Wirringen, Müllingen und Bolzum gebracht. Zuletzt war es in Rethmar und Evern aktiv.

Kathrin Mackensen, Pressesprecherin bei HTP, kann sich die Zurückhaltung der Kernstädter erklären. „Viele Leute meinen, dass die derzeit vorhandenen Bandbreiten von 8 oder 16 Mbit genug sind“, sagt sie. Zukunftsorientiert sei das aber nicht. „Wir würden bis zu 100 Mbit anbieten“, wirbt Mackensen. Sie ist indes zuversichtlich, dass sich die notwendigen 390 Interessenten finden. Bisher habe ihr Unternehmen nur in einer einzigen Ortschaft nicht die selbst gesteckte Zielmarke erreicht: in der Burgwedeler Ortschaft Engensen.

Mackensen betont auch, dass die Sehnder Stadtverwaltung großes Interesse an dem VDSL-Ausbau hat. „Unsere Stadt würde als Unternehmensstandort und Wohnort attraktiver werden“, sagt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Er hoffe sehr, dass die Bürger „diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen“.

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