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Vitalkur für die Höverschen Kippen

Höver Vitalkur für die Höverschen Kippen

Haken, mähen, sägen und schneiden - um die Natur zu schützen. Am Sonntag haben Mitglieder des Ortsvereins Lehrte und Sehnde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf den Höverschen Kippen für Ordnung gesorgt.

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Klaus Langkop (von links) sowie Helmut Dohm spalten gemeinsam ein Stück Holz und Helga Dohm schaut zu.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Sehnde. Klaus Langkop sowie Helga und Helmut Dohm unterstützten sich gegenseitig beim Holzspalten. Gleich nebenan sägte Ingo Lokotsch seine zugewiesenen Stämme klein. Zehn Kubikmeter Esche und Birke will der Lehrter zerkleinern: „Ich weiß, das ist ambitioniert.“

Was der BUND allein bei seinen zehn Einsätzen im Jahr nicht schafft, erledigen Helfer, die den für die Natur so wichtigen Niederwald lichten. Denn alle 15 Jahre muss der Wald laut Ortsverband-Chef Karsten Poschadel „auf den Stock“ gesetzt werden. Bäume und Sträucher werden dabei bis fast auf die Erde zurückgeschnitten, um offene Flächen für Pflanzen, Insekten und andere Tiere zu schaffen.

Weitere Helfer überquerten in Gummistiefeln feuchte Moorlandschaft und Bäche. Dann kraxelten sie vom Niederwald auf den Kalkmergelhügel, wo Wiesen gemäht und mit Rechen das Areal gesäubert wurden. Inke Kant hilft schon lange mit. Die 71-Jährige ist inzwischen eine Kennerin der Pflanzen- und Tierwelt zwischen dem Steinbruch der Zementfabrik Holcim und dem Zweigkanal nach Hildesheim. „Wir haben viel für den Naturschutz erreicht“, sagt die Burgdorferin.

Noch vor mehr als 25 Jahren war auf dem zehn Hektar großen Grundstück alles zugewachsen. „Damals stand das Gelände auf der Kippe“, erklärte Poschadel. Heute ist es offen. Trotz des „mageren“ Kalkbodens haben sich dort 400 Pflanzenarten wie zum Beispiel die Wiesenschlüsselblume und bis zu 300 Schmetterlingsarten angesiedelt. „Aber auch der Zaunkönig, Rotkehlchen, Erdkröten und Blindschleichen sind dort heimisch geworden“, sagte Poschadel - und verglich den Arbeitseinsatz mit einem Fitnessstudio im Grünen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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