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Werden in Ilten Giftköder ausgelegt?

Sehnde Werden in Ilten Giftköder ausgelegt?

In Ilten ist vergangene Woche eine Katze an Rattengift gestorben. Tierbesitzer sind seitdem beunruhigt. Mindestens drei Katzen gelten zurzeit noch als vermisst. Die Anwohner der Straße Am Kälberanger vermuten, dass jemand vorsätzlich Giftköder auslegt, um die Tiere zu beseitigen.

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Ilse Standke wohnt an der Straße Am Kälberanger. Ihre Katze verendete an Rattengift. Nur das Körbchen erinnert noch an Momo.

Quelle: P. Oswald-Kipper

Ilten. Ilse Standke kann ihre Tränen nicht mehr zurückhalten: "Unsere Momo hat so sehr gelitten. Zuletzt musste die der Tierarzt einschläfern", erzählt sie. Die vier Jahre alte Katze war ein sogenannter Freigänger - genauso wie Nike und Juni, die ebenfalls in dem Haus am Kälberanger wohnen.

Als Momo vor einer Woche abends nach Hause kam, wirkte das Tier krank. Die Familie, die mit drei Katzen und einem Hund Am Kälberanger wohnt, vermutete zunächst einen grippalen Effekt. Doch es wurde immer schlimmer, die Katze immer schwächer.

Ein Schnelltest bei einem Tierarzt in Burgdorf ergab dann, dass sich die Katze mit Rattengift vergiftet hatte. "Es war schon zu spät, der Arzt konnte nichts mehr machen", sagt die 59-Jährige. Ein Katzenkörbchen, das sie immer für Momo neben den Wäscheständer stellte, erinnert sie noch an den kleinen Vierbeiner.

Die andere Katze, Nike, ist seit mehr als einer Woche verschwunden. "Wir vermuten, dass sie auch vergiftet wurde und es nicht mehr nach Hause geschafft hat", sagt Standke. Das gleiche Schicksal befürchtet sie für eine weitere Katze, die Mutter von Nike, die auch nicht mehr gesehen wurde. Nur die Katze Juni bleibt der Familie noch - und die lässt sie seitdem nicht mehr ins Freie.

Eine andere Bewohnerin der Straße vermisse ebenfalls ihre Katze, sagt Standke: "Nachdem ich ihr unsere Geschichte erzählte, vermutet sie das Schlimmste."

Bei der Stadt ist von einer Rattenplage in Ilten oder anderen Ortsteilen aktuell nichts bekannt. Köder dürften ausschließlich der Bauhof und die Stadtwerke auslegen. Die Bürger müssten sich dazu bei der Stadt melden. "Wenn der Bedarf da ist,  werden die Köder meist auch nur unterirdisch in den Kanälen ausgelegt", sagt Sprecherin Ines Raulff. Eine Fachfirma übernehme die Arbeiten. Die Köder seien dann so präpariert, "dass andere Tiere da nicht rankommen beziehungsweise davon nicht geschädigt werden können", erklärt Raulff.

Ein Schädlingsbekämpfer habe ihr zudem erklärt, dass Katzen aber von sich aus gar kein Rattengift anrühren. "Sie fressen aber Mäuse, und wenn die vorher Rattengift gefressen haben, können sich auch die Katzen vergiften", sagt Raulff.

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