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Wohin mit dem Gedenkstein?

Sehnde Wohin mit dem Gedenkstein?

Im Zuge der Sanierung der Straße Am Stadion hat die Stadt auf der dortigen Grünfläche nicht nur alte Bäume gefällt, sondern auch ein Denkmal entfernt: ein Obelisk, der an Carl Hermann Osterwald erinnert, der als einziger Sehnder im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 gefallen ist.

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Steffen Bartelt, Ursula Ostmann und Heinz-Siegfried Strelow schauen sich den Gedenkstein auf dem Bauhof an.

Quelle: Eggers

Sehnde. Für die Straßensanierung haben Bauhofmitarbeiter den Stein gegenüber dem ehemaligen Jugendfreizeitheim behutsam freigeschaufelt und an Seilen mit einem Kran herausgehoben. Derzeit lagert das 350 Kilogramm schwere Denkmal auf dem Bauhof. Wo es künftig aufgestellt wird, ist allerdings unklar.

Der Heimatbund Sehnde würde den Stein gern auf dem alten Sehnder Friedhof an der Kreuzkirche sehen. „Dort würde er sehr gut neben das Kriegerdenkmal passen, mit dem der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs gedacht wird“, sagt Heinz-Siegfried Strelow vom Heimatbund Sehnde.

Die Ortsgruppe hat dies bereits Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke vorgeschlagen. Die Stadt hat daraufhin bei der evangelischen Kirchengemeinde angefragt. Eine Antwort liegt laut Ines Raulf vom Stadtmarketing jedoch noch nicht vor.

Falls der alte Friedhof als Standort nicht infrage kommt, könnte der Gedenkstein nach der Straßensanierung aber vielleicht auch wieder auf den Platz am Stadion zurückkehren. Auch damit könnte der Heimatbund leben. „Wichtig ist uns, dass der Stein nicht irgendwohin abgeschoben wird, sondern ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt“, betont Strelow.

Auf der Grünfläche am Stadion war das kleine Denkmal aus hellem Sandstein optisch bisher eher untergegangen und im Laufe der Jahre immer mehr zugewachsen. Selbst vielen Sehndern dürfte der Stein laut Strelow gar nicht bekannt gewesen sein.

Auch Bauhofleiter Steffen Bartelt findet, dass das Denkmal künftig „nicht mehr so lieblos“ platziert werden sollte. „Vielleicht könnte man dafür am Stadion sogar ein kleines Rondell anlegen und das Ganze dann weiter nach vorne ziehen“, sagt er. Wenn feststeht, wann und wo der Stein künftig aufgestellt wird, solle er zudem ordentlich gereinigt werden. Bisher wurde der Obelisk auf dem Bauhof nur kurz abgewaschen.

Die endgültige Entscheidung über den Standort des Denkmals trifft der Ortsrat Sehnde. „Falls die Kirche zusagt, werden wir dazu eine Stellungnahme abgeben“, sagt Sehndes Ortsbürgermeisterin Regine Höft.

Von Katja Eggers

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