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ILE-Auftakt: Wenige Gäste, aber viele Ideen

Sehnde ILE-Auftakt: Wenige Gäste, aber viele Ideen

Es geht um viel Geld, das aus Töpfen der EU fließen könnte.Trotzdem sind zur öffentlichen Auftaktveranstaltung der sogenannten ILE-Börderegion nur sehr wenige Gäste ins Forum der KGS gekommen. Diese hatten jedoch allerhand Ideen, in welche Projekte die Zuschüsse fließen könnten.

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Zur Auftaktveransttlung der Ilek-Börderegion kommen nur etwa 40 Besucher ins Forum der KGS. Die meisten davon sind Offizielle.

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. Um an das EU-Geld zu kommen, haben sich Sehnde, Hohenhameln, Algermissen und Harsum zur Börderegion zusammengeschlossen. Diese war unlängst als zuschusswürdig anerkannt worden. Der Prozess, der nun in Gang kommt und dessen Förderzeitraum bis zum Jahr 2020 reicht, nennt sich "Integrierte ländliche Entwicklung", kurz ILE.

Aus den vier Kommunen versammelten sich am Dienstagabend rund 40 Gäste in der KGS. Selbst Regine Albert, Projektleiterin der ILE-Börderegion nannte diese Beteiligung "nicht so gut wie erhofft". In der Veranstaltung, die zuvor als hervorragende Gelegenheit zur Bürgerbeteiligung angepriesen worden war, blieben die Offiziellen aus Verwaltungen und der Politik der beteiligten Kommunen nahezu unter sich.

Doch nach dem Abend gab es nur noch wenig Grund zur Klage. Auf insgesamt fünf thematisch Stellwänden hatten die Teilnehmer in einem ersten Brainstorming Vorstellungen skizziert, in welche Projekte EU-Geld fließen könnte. Albert registrierte mehr als 60 Vorschläge. Diese reichen von einem gemeinsamen Regionalticket für den öffentlichen Nahverkehr in den Kreisen Peine und Hildesheim sowie der Region Hannover, über schnelleres Internet in kleinen Dörfern, der Einrichtung sogenannter Mitfahrer-Apps und mehr gemeinsames Marketing für das Ehrenamt bis hin zu einem hochwertigen Kulturfahrplan der Börderregion, die Einrichtung von Naturlehrpfaden und die Vernetzung der Energieberatungen in den vier Kommunen.

All diese Vorschläge sollen nun sortiert und ausgewertet werden, sagt Regine Albert. Danach werde sich die sogenannte Lenkungsgruppe der ILE-Börderegion damit beschäftigen. Welche Projekte tatsächlich angepackt und zur Bezuschussung durch die EU angemeldet werden, steht noch in den Sternen. Zumindest für Sehnde. Für Harsum ist man bereits ein Stück weiter. Dort wurde laut Albert bereits der Förderantrag für den Ausbau eines Dorfgemeinschaftshauses samt Jugendtreff auf den Weg gebracht. Für Algermissen steht das Projekt "SOFA" (Schöner Ort für alle) auf der Agenda.

Zur Entwicklung des ländlichen Raums in Niedersachsen stehen laut der Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Karin Beckmann, bis zum Jahr 2022 allein 300 Millionen Euro aus EU-Töpfen sowie 30 bis 40 Millionen Euro von Bund und Land Niedersachsen zur Verfügung. Allein in Niedersachsen gibt es 41 sogenannte Leaderregionen, die auf Zuschüsse zugreifen wollen. Gern gefördert würden unter anderem Projekte der Dorfentwicklung sowie für Nachbarschaftsläden, Barrierefreiheit und Dienstleistungen zur Mobilität, machte Beckmann am Dienstagabend im KGS-Forum deutlich.

Von Achim Gückel

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