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Tafel bekommt eigenen Warteraum und Heizung

Sehnde Tafel bekommt eigenen Warteraum und Heizung

"Über den Tellerrand schauen" - dieses Motto passt: Zum bundesweiten Tafeltag hat auch die Sehnder Tafel ihre frisch renovierte Ausgabestelle bei einem Nachmittag der Begegnung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ehrenamtlichen Helfer versorgen jede Woche rund 150 Familien mit 450 Personen mit Lebensmitteln, die sonst weggeworfen werden.

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Elwira Leupold (links) und Christa Gieseke werkeln in der neuen Küche: Für die 4000 Euro hat die Sehnder Tafel jahrelang gespart.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Die Zahlen, die die Vorsitzende Renate Grethe den zahlreichen Gästen nannte, beeindruckten: Die 30 Helfer legen im Jahr mehr als 6000 Kilometer mit ihren Privatautos zurück, um 33 Tonnen Waren abzuholen. "Da riecht der Kofferraum manchmal nach fauligen Kartoffeln oder Zwiebeln." Auch einige Schüler und ein Student packen mit an, was Grethe besonders freut: "Es ist toll, dass sich junge Menschen engagieren, statt nur am Handy zu daddeln." Auch die Zusammenarbeit mit jungen Straffälligen, die bei der Tafel ihre Sozialstunden ableisten können, sei fast immer problemlos.

 Die Betriebskosten für den "kleinen sozialen Betrieb", wie Grethe die Tafel nennt, summieren sich auf rund 5500 Euro jährlich und werden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge gedeckt. Doch für Extraanschaffungen bleibt davon kaum etwas übrig: Die neue Küche für 4000 Euro, die sich die Einrichtung geleistet hat, sei über Jahre angespart worden. Auch für einen neuen, großen Kühlschrank mussten die 1300 Euro sozusagen zusammengekratzt werden. Über den Malerbedarf für die frisch renovierte Ausgabestelle an der Peiner Straße verliert da schon niemand ein Wort. Und die beiden großen Wünsche der Tafel - einen Warteraum und eine Elektroheizung - seien auf den Weg gebracht, teilte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke als Schirmherr mit.

Neu dazugekommen ist ein Lagerraum, sodass Vorräte jetzt in größerem Stil aufbewahrt werden können - etwa fleischlose Tofu-Wurst, die vor allem unter Flüchtlingen und Moslems beliebt ist. Allerdings gebe es immer wieder Spannungen unter den Asylbewerbern, sagt Grethe. Hier wolle man in Zukunft mit dem Sehnder Flüchtlingsverein eine Lösung suchen.

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Von Oliver Kühn

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