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Mehrheiten im Sehnder Rat werden schwieriger

Sehnde Mehrheiten im Sehnder Rat werden schwieriger

Der neue Rat bekommt ein anderes Gesicht: Statt bisher vier sind nun sechs Parteien vertreten. Die etablierten Parteien SPD und CDU haben jeweils zwei Sitze verloren, die Grünen einen - Mehrheiten zu finden, wird schwieriger. Koalitionen gab es bisher nicht, und darauf zielt derzeit auch keine Partei ab. Nur in einem sind sich alle einig: Keine Zusammenarbeit mit der AfD.

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Die SPD verfolgt den Ausgang der Wahl in ihrem Bürgertreff bei Gegrilltem und kühlen Getränken mit.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Die AfD hat die Kräfteverhältnisse verschoben. Außer einer Großen Koaliton aus CDU und SPD braucht es mehrere Parteien, um die Mehrheit von 17 Stimmen zu erzielen. Die CDU könnte dies mit den Grünen und der FDP, die SPD nur mit den Grünen, der FDP und den Linken schaffen. CDU-Stadtverbandchef Jens Lüders sieht das Ergebnis mit "einem lachenden und einem weinenden Auge": "Wir sind wieder stärkste Kraft geworden, doch ich hätte mir weniger AfD-Stimmen gewünscht." Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Kruse sieht bundespolitische Einflüsse als Grund für die Stimmenverluste seiner Partei und den Erfolg der AfD. "Das ist schon bemerkenswert, aber vielleicht wollen die Bürger keine komfortablen Mehrheiten mehr." Sonnenschein herrscht bei der FDP. "Wir freuen uns, nach fünf Jahren Abstinenz wieder im Rat zu sein", sagt Jonas Renz.

Mit 2,4 Prozent Stimmen wie vor fünf Jahren ist Fritz Wilke (Linke) "zufrieden". Doch es sei "eine Überlegung wert", eventuell eine Gruppe mit einer anderen Fraktion zu bilden, um Fraktionsstärke zu erlangen und damit Zugang zu allen Ausschüssen. Die AfD freut sich über ihr zweistelliges Ergebnis. Ob der von der CDU gewechselte Wolfgang Ostermeyer dies mitbewirkt habe, sei schwer zu beurteilen, sagt Siegfried Reichert. Er kündigte an, "kontroverse Meinungen" einzubringen. Seine Partei sei Anfeindungen ausgesetzt gewesen, weshalb sich kein weiterer Kandidat mehr gefunden habe und nun ein Mandat frei bleibe.

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Auch die CDU trifft sich bei einer Wahlparty - lässt sich aber in einer Gaststätte auftischen.

Quelle: Oliver Kühn

Von Oliver Kühn

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