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Nabu: Neubaugebiet vertreibt Fledermäuse

Sehnde Nabu: Neubaugebiet vertreibt Fledermäuse

Die geplante Bebauung der Maschwiese Süd im Norden der Kernstadt macht dem Naturschutzbund (Nabu) große Sorgen. Mitglied Wilfried Brauns fürchtet vor allem um die Fledermäuse: "Durch das neue Baugebiet vertreibt man diese kleinen Säugetiere und nimmt ihnen einen dringend benötigten Lebensraum."

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Im geplanten Baugebiet Maschwiese Süd an der Bahnstrecke (im Hintergrund) seien Fledermäuse sehr wohl gefährdet, sagt der Naturschutzbund.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Der Artenschutz sei von der Ingenieurgemeinschaft agwa aus Hannover sehr sorgfältig untersucht worden, hatte die Stadt bei der Vorstellung im Ortsrat Sehnde und im Stadtentwicklungsausschuss ausgeführt. Schützenswerte Fledermäuse gebe es zwar im sogenannten Fledermauskeller am Bahngelände weiter nördlich, nicht jedoch am geplanten Durchstich der neuen Straße vom Baugebiet zum Bahnhof. Das sieht der Nabu ganz anders.

Im geplanten Baugebiet Maschwiese Süd seien insgesamt sechs Arten mit einer artenschutzfachlichen Untersuchung gezählt worden, unterstreicht Brauns. Davon bis zu 290 Fledermäuse einer Art. Das Kellergebäude etwa diene als Winterquartier für das Braune Langohr. Alle einheimischen Fledermäuse zählten zudem zu den streng geschützten Arten und befänden sich auf der Roten Liste Niedersachsens. "Der Schutz dieser Tierart ist von gemeinschaftlichem Interesse", betont das Nabu-Mitglied.

Darüber hinaus sei die Pflanzenwelt für das geplante Baugebiet überhaupt noch nicht untersucht worden, kritisiert Brauns: "Hier sollte die Stadt Sehnde dringend nachlegen und aktiv werden."

Von Oliver Kühn

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