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100 Millionen für die Springer Kanäle

Springe 100 Millionen für die Springer Kanäle

Bauliche und hydraulische Mängel: Der neue Eigenbetrieb Stadtentwässerung will in den kommenden Jahrzehnten 100 Millionen Euro in das Springer Kanalnetz investieren.

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Springe. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung ist seit Jahresanfang im Einsatz und kümmert sich als ausgegliederte Stadttochter um Kanäle und Abwässer. Auch im neuen Jahr hat das Unternehmen viele Löcher zu stopfen - im wahrsten Sinne des Wortes.

„Erhebliche bauliche und hydraulische Mängel“ bescheinigt Stadtentwässerungs-Chef Dieter Erdmann dem Springer Kanalnetz in seinem Jahresbericht. An rund 25 000 Stellen gebe es Schäden, durch die sogenanntes Fremdwasser in die Rohre eindringt.

Dazu kommen einzelne Ortsteile, in denen es besonders dramatisch aussieht. Gestorf hat die Stadt in den vergangenen Jahren für zig Millionen Euro saniert, jetzt steht vor allem Bennigsen auf dem Plan: Der Ort verfüge „immer noch nicht über ein Netz, das den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht“. Ein Problem ist das auch, weil ohne Ausbau größere Baugebiete wie die Schille nicht angeschlossen werden können, ohne dass Überschwemmungen des Netzes drohen.

Gleichzeitig muss der Eigenbetrieb stadtweit auf demografischen Wandel und Klimaveränderungen reagieren: Weniger Einwohner bedeuten weniger Netzauslastung beim Schmutzwasser. Starkregen beansprucht das Oberflächen-Abwassernetz stark. Erdmann und sein Team wollen deshalb die Trennung beider System weiter vorantreiben: Insgesamt müsse die Stadt in den kommenden 30 bis 40 Jahren rund 100 Millionen Euro in diese Aufgabe investieren.

Ein Problem sind dabei auch die Kläranlagen in Springe, Eldagsen und Bennigsen: Sie sind alle mindestens 20 Jahre alt und technisch veraltet. Auch dort müsse Geld ausgegeben werden - mindestens 650 000 Euro im Jahr, „um den Investitionsrückstau langfristig aufzulösen“, so Erdmann.

Von Christian Zett

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