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19-Jähriger muss 30 Arbeitsstunden ableisten

Springe 19-Jähriger muss 30 Arbeitsstunden ableisten

Erst haben ein 14- und ein 19-Jähriger im Jugendzentrum zusammen Billard gespielt, dann kam es zu einer Rauferei vor dem Gebäude. Das Gericht stellte das Verfahren wegen Körperverletzung gegen den Älteren ein, er muss aber Arbeitsstunden ableisten.

Springe. Erst sollen sie im Springer Jugendzentrum zusammen Billard gespielt, dann miteinander gerauft haben: Weil ein 19-jähriger Springer einen 14-Jährigen zu Boden geschubst haben soll, musste er sich jetzt vor dem Springer Amtsgericht wegen des Vorwurfs der Körperverletzung verantworten. Jugendrichter Christian Lubrich stellte das Verfahren ein, der 19-Jähriger muss aber 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit absolvieren.

Er habe eine Schlägerei zwischen dem 14-Jährigen und einem anderen Jungen beobachtet und wollte die beiden trennen, ließ der Angeklagte über seinen Dolmetscher erklären. Dann habe der 14-Jährige ihn selbst am Hals gepackt. Daraufhin habe er den Jugendlichen von sich weg geschubst. Ob er dabei zu Boden gefallen sei, habe er nicht sehen können.

Der 14-Jährige stellte den Vorfall, der sich im Januar ereignet hat, in seiner Zeugenaussage allerdings anders dar. Zunächst hätten sie miteinander gespielt, dann sei es zu einem Streit gekommen. Der Angeklagte habe ihn hinterrücks geschubst. Als er bereits am Boden lag, habe der Größere ihn noch mit Fäusten ins Gesicht treffen wollen. Die Schläge habe er versucht abzuwehren. Bei der Attacke erlitt er leichte Verletzungen im Gesicht, die er im Krankenhaus begutachten ließ.

Diese Version bestätigte auch der 15-jährige Cousin des Opfers. „Aber er war ja gar nicht dabei“, berichtete die 16-jährige Schwester des Angeklagten, die die Rauferei wiederum so schilderte wie ihr Bruder.

Damit sich die beiden Kontrahenten in Ruhe aussprechen können, erteilte Jugendrichter Lubrich als Auflage einen sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich. Unter der Mediation eines Mitarbeiters der Jugendgerichtshilfe müssen sich beide treffen. Thema des Gesprächs: Die Rauferei.

von Annegret Brinkmann-Thies

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