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Ein bisschen wie in Woodstock

Springe Ein bisschen wie in Woodstock

Bereits zum zweiten Mal lockte das Fuchsbau-Festival am Wochenende junge Kunstfans aus ganz Deutschland auf das Rittergut Wederade bei Eldagsen. Mehr als 2000 junge Menschen feiern trotz Regen und Schlamm mit alternativer Musik, Kunst und Literatur ein entspanntes Festival.

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Martin und Lara aus Frankfurt haben sich passend zum Festivalnamen wie Füchse geschminkt.

Quelle: Jennifer Schüller

Eldagsen. „Es hat richtig laut geknallt und dann waren erst mal alle Lichter aus“, sagt Valerie Göhring vom Organisationsteam des Fuchsbau-Festivals und lacht. Den Festival-Besuchern, die zu dem Zeitpunkt einer Lesung im „Geredeschuppen“ zugehört hatten, habe der Stromausfall aber zum Glück nichts ausgemacht. „Es sind einfach alle ein bisschen näher zusammengerückt, dadurch kam ein echt tolles Gemeinschaftsgefühl auf“, sagt Göhring. Das Geräusch vom Regen, der auf das Scheunendach prasselte, habe zusätzlich zu einer besonderen Atmosphäre beigetragen. 

Von den Wolkenbrüchen ließen sich auch die Besucher nicht stören, die auf dem „fliegenden Teppich“ zu den Beats der DJs tanzten. „Das war schon ein außergewöhnliches Bild“, erinnert sich Christoffer Horlitz, der ebenfalls zum Organisationsteam des dreitägigen Festivals gehört. Da Regencapes verteilt worden waren, habe man bloß noch Hunderte tanzende Umhänge gesehen.

Fuchsbau-Festival 2014: Rund 2000 junge Menschen feierten beim Fuchsbau-Festival in Eldagsen.

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Der 24-jährige Martin und die 22-jährige Lara waren sogar extra aus der Nähe von Frankfurt angereist. Sie hatten sich bei ihrem Styling vom Namen des Festivals inspirieren lassen und trugen nicht nur selbst gebastelte Fellohren, sondern hatten sich auch aufwendig wie Füchse geschminkt. „Wir haben durch eine Freundin von der Veranstaltung erfahren“, sagt Lara. Nachdem sie sich dann im Internet die Bilder und das Programm angesehen hatte, habe für sie sofort festgestanden, dass sie dabei sein wollten. Es hätten sie nicht nur die Bands, sondern „allgemein die Kombination von Musik, Kunst und Literatur interessiert“, erklärt die 22-Jährige.

Zu diesen Künstlern gehört auch Lisa Rammensee aus Trier. Sie erarbeitete mit Schablonen und Sprühdosen ein Kunstwerk mit dem Titel „Deine Mudda“. Die Idee zu dieser Bilderserie kam der Kommunikationsdesign-Studentin durch die „Deine Mudda“-Witze. „Jeder kennt ja diese Sprüche: Deine Mudda ist so fett wie...", sagt sie. „Ich wollte dieser abstrakten Person einen Körper geben.“  Entstanden ist eine dicke Frau, die sich im Bikini präsentiert. Und das mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. „Mich reizen beleibte Körper einfach mehr als muskulöse. Ich finde sie schön“, sagt die 24-Jährige. Besonders toll sei an ihrer Arbeit jedoch, dass sie auf die Frage, wen sie da zeichne, einfach antworten könne: „Deine Mudda“.

 Ob das Fuchsbau-Festival im nächsten Jahr wieder auf dem Rittergut in Wederade stattfinden wird, steht noch nicht fest. „Grundsätzlich finden wir das Gelände hier klasse“, sagt Horlitz. Es müssen aber mehrere Faktoren berücksichtigt werden, um das Festival erfolgreich auszurichten.

Jennifer Schüller

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