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21-Jähriger verursacht Unfall

Völksen 21-Jähriger verursacht Unfall

Einen Monat auf seinen Führerschein verzeichten muss ein 21-jähriger Völksener. Er hatte einen Unfall mit einer Verletzten verursacht und wurde nun verurteilt.

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Der Völksener wurde vom Jugendgericht verurteilt.

Quelle: Symbolbild

Springe. Eine spontane Autofahrt eines heute 21-jährigen Völkseners nach Frankfurt vor knapp einem Jahr endete kurz vor Einbeck an einer Leitplanke. Weil der junge Mann offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und bei dem Unfall eine 20-Jährige verletzt worden war, verurteilte das Jugendgericht den jungen Mann am Dienstag wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldauflage von 300 Euro. Zudem muss der Angeklagte einen Monat auf seinen Führerschein verzichten.

Die Idee entstand spontan: Im Dezember entschied der Angeklagte gemeinsam mit einem 23-jährigen Freund, noch am Abend nach Frankfurt zu fahren. In Hameln nahmen sie zudem eine Bekannte des 23-Jährigen als Mitfahrerin mit an Bord des PS-starken Autos. Die Fahrt erfolgte über Land nach Navigationsgerät. Schon nach wenigen Kilometern habe sie den 21-Jährigen gebeten, nicht so schnell zu fahren, berichtete die junge Frau in ihrer Zeugenaussage. Auch durch kleine Ortschaften sei der Völksener rasant gefahren, habe einmal sogar eine Kurve in einem kleinen Dorf nicht bekommen und sei dann einfach geradeaus weitergefahren.

„Hätten wir auf der Landstraße Gegenverkehr gehabt, wäre es vielleicht schon in dieser Situation zu einem Unfall gekommen“, erzählte die 20-Jährige, die den Fahrer vor der Tour gar nicht kannte. Rasch kam sie nach dem Aufbruch nach Frankfurt zu der Überzeugung, doch nicht mit den beiden Männern mitfahren zu wollen. „Ich will raus“, habe sie gesagt. Doch die beiden Männer hätten ihren Wunsch ignoriert. Sowohl der Angeklagte als auch der Beifahrer erklärten indes, von der Mitfahrerin auf der Rücksitzbank nichts Derartiges gehört zu haben. Einen zunächst angeklagten Vorwurf der Freiheitsberaubung ließ das Gericht fallen.

Jugendrichter Christian Lubrich glaubte der jungen Frau allerdings sehr wohl, dass der Völksener mit überhöhter Geschwindigkeit bei Dunkelheit und auf nasser Straße unterwegs war. „Ich hatte Angst und habe immer wieder gesagt, er soll langsam fahren“, berichtete sie. Auch das wollen die beiden Männer nicht gehört haben.

Schließlich sei das Auto auch kurz vor Einbeck und der Einmündung auf die Bundesstraße 3 aus einer scharfen Kurve getragen und gegen eine Leitplanke geschleudert worden. Als das Auto noch vor dem Aufprall scharf bremste, habe sie auf den Tacho geschaut, erzählte die Hamelnerin. „Der hat 128 Stundenkilometer angezeigt.“

Bei dem Unfall erlitt die junge Frau Prellungen im Hals- und Lendenwirbelbereich. „Ich habe erst am darauffolgenden Tag Schmerzen gehabt und bin zum Arzt gegangen“, berichtete sie. Drei Wochen war sie krankgeschrieben. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von rund 25.000 Euro.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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