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AWO-GSD wird 100-Prozent-Tochter

Bad Münder AWO-GSD wird 100-Prozent-Tochter

Der Weg für eine Übernahme aller Geschäftsanteile der GeTour durch die Stadt ist frei - zum 1. November wird sie alleiniger Gesellschafter und die insolventen AWO-Gesundheitsdienste aus dem bislang gemeinsamen Unternehmen herauskaufen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Rat am Donnerstagabend.

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Die Stadt steht vor der Übernahme der GeTour.

Quelle: Archiv

Bad Münder. Bestandteil des Beschlusses ist auch die unveränderte Festsetzung des Dienstleistungsentgeltes für das Jahr 2016 - 282700 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Kurbeiträgen - und die Verlängerung des Geschäftsführervertrages um ein Jahr, um die „Handlungs- und Entwicklungsfähigkeit“ der GeTour sicherstellen zu können. Damit wird die Forderung aus dem Zukunftsvertrag, mit einer weiteren Konsolidierungsstufe bei der GeTour zu sparen, erneut verschoben.

Die Entscheidung des Gremiums fiel bei nur zwei Gegenstimmen - ProBürger-Fraktionschef Helmuth Mönkeberg hatte zuvor die gesonderte Abstimmung über den Kauf der Gesellschaftsanteile und die Verlängerung des Geschäftsführervertrages von Thomas Heiming beantragt, sich mit dieser Forderung aber nicht durchsetzen können. „Teil eins hätten wir mittragen können“, erklärte er das Nein seiner Fraktion.

„Eine politische Entscheidung zur weiteren Entwicklung der GeTour ist der Stadt aufgrund der finanziellen Schieflage bei der AWO-GSD aufgezwungen worden“, stellte Peter Meyer für die CDU fest. „Wir würden hier nicht beraten, stünde die Stadt nicht in der Verantwortung gegenüber dem laufenden Kurbetrieb, den Beschäftigten und nicht zuletzt gegenüber sich selbst, eine Entscheidung zu treffen, welche sachlich und wirtschaftlich in der Kürze der Zeit sinnvoll und wirtschaftlich verantwortbar ist.“

Swen Fischer (SPD) stimmte Meyer zu und betonte die besondere Bedeutung der GeTour im aktuellen Prozess der Entwicklung einer Gesundheitsregion. Bad Münder könne mit der GeTour zur führenden Kraft werden. Er erinnerte an die gute Vernetzung Heimings im Bereich Gesundheit und Tourismus und die Möglichkeiten, den „für Bad Münder so wichtigen Wirtschaftszweig“ weiterentwickeln zu können.

Mönkeberg mahnte die Einbeziehung touristischer Attraktionen auch in den Ortsteilen an, diesen Aspekt vermisse er in der aktuellen Arbeit der GeTour. Für die Grünen erklärte Dr. Helmut Burdorf, dem Vorschlag der Verwaltung in der allgemeinen Form zustimmen zu können.

Er forderte seine Ratskollegen allerdings auf, zügig über eine Neuausrichtung der GeTour nachzudenken. Dafür sei kein Jahr Zeit, spätestens in einem halben Jahr müssten ein Konzept ausgearbeitet und Grundsatzbeschlüsse gefasst sein, sonst gerate das Thema in den Kommunalwahlkampf und münde in einer erneuten Verlängerung.

Bürgermeister Hartmut Büttner griff Burdorfs Anmerkung auf und sicherte zu die Fraktionen im Anschluss an die Herbstferien zu Gesprächen einzuladen.

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