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AWO: Insolvenzverfahren eröffnet

Bad Münder AWO: Insolvenzverfahren eröffnet

Lohn- und Gehaltszahlungen der Gesundheitsdienste gGmbH sind gesichert. Die ersten Kündigungen sollen im August anstehen.

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Die Insolvenzverfahren über das Vermögen der AWO Gesundheitsdienste gGmbH (AWO GSD) und der Gesundheitsdienste Präventions- und Rehabilitationsgesellschaft mbH (GSD PR) sind wie erwartet eröffnet worden.

Quelle: Symbolfoto

Bad Münder. Die Insolvenzverfahren über das Vermögen der AWO Gesundheitsdienste gGmbH (AWO GSD) und der Gesundheitsdienste Präventions- und Rehabilitationsgesellschaft mbH (GSD PR) sind wie erwartet eröffnet worden. Die Geschäftsführung informierte die Mitarbeiter in Bad Münder jetzt über diesen Schritt. Noch unklar ist allerdings, wie es beim beabsichtigten Verkauf des Gesamtunternehmens weitergehen wird.

Mit der verweigerten Zustimmung der am Standort Hann. Münden im Marburger Bund organisierten Ärzte zum ausgehandelten Sanierungstarifvertrag ist die Verunsicherung im Unternehmen wieder gewachsen. Und damit auch die Empörung über die Entscheidung der Ärzte in Hann. Münden: „Da ist die bestbezahlte Gruppe nicht bereit, ein paar Cent abzugeben - während von der Reinigungskraft erwartet wird, durch Verzicht den Arbeitsplatz auch der Ärzte zu retten“, wettern die Mitarbeiter am Deister. Ärzte in Bad Münder wie auch Verdi-Mitglieder in Bad Münder und Hann. Münden hatten dem Sanierungstarifvertrag zugestimmt, allerdings nur unter der Prämisse, dass die Einschnitte alle Bereiche betreffen. Nach der Entscheidung des Marburger Bundes sind neue Verhandlungen notwendig.

In den kommenden Tagen erwarten Betriebsratsmitglieder in Bad Münder eine Mitteilung des Generalbevollmächtigten Dr. Rainer Eckert zur Zahl der Mitarbeiter, die die Kündigung erhalten werden. „Unklar ist allerdings, wie viele es sein werden, welche Stellen betroffen sind, welchen Einfluss freiwillige Kündigungen und unbesetzte Planstellen haben“, sagt Werner Bunzelthal, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende. Er geht davon aus, dass in den kommenden Tagen bereits Listen mit Namen vorliegen, über die dann mit dem Betriebsrat beraten wird. „Eine unangenehme Sache. Aber auch in Mitarbeiterkreisen ist seit längerer Zeit bekannt, dass es Veränderungen geben wird. Wir hoffen, dass wir als Betriebsrat Einfluss nehmen können“, sagt er. Noch im August sollen, so eine Ankündigung des Generalbevollmächtigten, Kündigungen ausgesprochen werden.

Lohn- und Gehaltszahlungen sollen trotz der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gesichert sein. In den vergangenen drei Monaten erhielten die Mitarbeiter Insolvenzausfallgeld, die weiteren Zahlungen bis zum erwarteten Verkauf - auf den am Deisterhang noch immer gesetzt wird - sollen aus der Insolvenzmasse bestritten werden.

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