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Abbiegespur entzweit Politik und Anwohner

Springe Abbiegespur entzweit Politik und Anwohner

Wenn der Zug kommt heißt es für die Autofahrer an der Fünfhausenstraße warten. Doch nicht alle Verkehrsteilnehmer sind so umsichtig und bleiben stehen. Daher wird nun diskutiert, ob an der Fünfhausenstraße eine Rechtsabbiegerspur gebaut wird. Problem: Kommen die Bagger zahlen auch die Anwohner.

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Quelle: Julian Stratenschulte

Springe.  Die sind von dem Kosten-Nutzen-Faktor aber nicht überzeugt. Die Entscheidung, ob in der oberen Fünfhausenstraße eine Rechtsabbiegespur gebaut wird, ist noch nicht gefallen. Laut Baudirektor Reinhard Schade hat die Stadt eine erneute Verkehrszählung in Auftrag gegeben, „um eine saubere Datengrundlage zu bekommen“. Eine Tendenz sei jedoch erkennbar: Eine Rechtsabbiegespur würde die Situation vor dem häufig geschlossenen Bahnübergang wohl deutlich entschärfen. Stimmt das, fließen Fördergelder.

Anwohner Hans Kalusche nutzte in der Sitzung des Ortsrates Springe die Zuhörer-Fragestunde, um kritisch nachzuhaken: „Vor vier Jahren haben Sie sich noch einstimmig gegen eine Rechtsabbiegespur ausgesprochen. Jetzt denken Sie anders. Wie kommt es zu dem Sinneswandel?“ Ortsbürgermeister Carsten Marock (SPD) beruft sich auf Gespräche mit Anwohnern. Uwe Mügge (Grüne) haben die „oftmals brenzligen Überholmanöver“ an der Kreuzung umgestimmt. Auch Jörg Gassl (SPD) sagt, das Problem habe sich verschärft: „Der Bahnverkehr hat zugenommen.“ Mehr Autofahrer als früher würden sich kurzfristig entschließen, aus der Warteschlange auszuscheren.

Bedenken, die Anwohner Kalusche nachvollziehen kann. Ihm sei schleierhaft, warum dann nicht bereits bei der Sanierung der Bürgermeister-Peters-Straße vor wenigen Jahren eine Linksabbiegespur eingerichtet wurde. Christdemokrat Ulrich Kalinowski teilt die Bedenken der Anwohner. Sie müssen einen Teil der Kosten tragen (Straßenausbau-Beträge). Die Abbiegespur sei verzichtbar, denn: „So viel Zeit und Einsicht sollte jeder haben, dass er kurz warten kann.“

Von Marita Scheffler

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