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Hunderte trauern um Jörg-Roger Hische

Gedenkfeier für Bürgermeister in Springe Hunderte trauern um Jörg-Roger Hische

Auch fast zwei Wochen nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Jörg-Roger Hische stehen viele Springer noch unter Schock. Hunderte von ihnen sind am Mittwoch zu einer Trauerfeier in die Bennigser St.-Martin-Kirche gekommen. Pastor Harald Lemke hielt die Trauerrede.

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Die Trauer um Bürgermeister Jörg-Roger Hische ist in Springe immer noch groß.

Quelle: Vera König

Springe. „Und ich mach mein Ding – egal, was die anderen sagen.“ Es passt zu Jörg-Roger Hische, was Udo Lindenberg singt. Deshalb hatte sich Springes Bürgermeister dieses Lied auch gewünscht, schon vor einer Weile. Für seine Trauerfeier, für diesen Moment, „von dem er dachte, dass er noch so weit entfernt sein würde“, wie es Pastor Harald Lemke am Mittwoch formulierte. Er sprach zu den vielen Hundert Gästen, die zur Bennigser St.-Martin-Kirche gekommen waren, um gemeinsam mit der Familie von Hische Abschied zu nehmen.

Der Andrang war so groß, dass ein Teil der Trauergesellschaft die Feierlichkeiten bei offenen Kirchentüren und per Lautsprecher auf dem Vorplatz der Kirche verfolgen musste. Dort stand auch ein großes Foto von Hische, der am 17. Juli völlig überraschend gestorben war, nachdem er gerade eine Reha-Maßnahme wegen seiner Herz-Operation überstanden hatte. In ausgelegte Kondolenzlisten konnten sich die Gäste eintragen. Unter ihnen waren viele Freunde und Bekannte Hisches, aber auch Stadt-Mitarbeiter, langjährige Wegbegleiter aus der Verwaltung und der Politik sowie aus seiner Zeit als Polizist.

"Wir können es noch nicht begreifen"

In seiner Trauerrede drückte Lemke die Fassungslosigkeit aus, mit denen Familie, Freunde und Bürger Hisches Tod auch nach knapp zwei Wochen noch gegenüberstehen: „Man kommt sich vor wie in einem falschen Film, wie in einem bösen Traum. Der erste Schock ist verwunden. Aber wir können es doch noch nicht ganz begreifen.“

Lemke zeichnete einfühlsam Hisches Leben nach, dessen Mittelpunkt immer Bennigsen war: Kindheit und Jugend, der Einstieg in den Polizeidienst, der Wechsel in die Politik. Aber auch die Familie, die so eine zentrale Rolle für ihn gespielt habe. Lemke erinnerte daran, dass Hische im kommenden Jahr freiwillig aus dem Bürgermeisteramt ausscheiden wollte. Auch, um sich Zeit zu nehmen „für die Dinge, die sonst leider zu kurz kommen“, so der Pastor.
Der Musikverein Bennigsen würdigte Hische während der Feier mit zwei Musikstücken: „One Moment in Time“ von Whitney Houston und „Heal the World“ von Michael Jackson.

Am Sonntag soll noch einmal im Gottesdienst in Bennigsen an Jörg-Roger Hische gedacht werden. Die Beisetzung des Bürgermeisters selbst findet später im engsten Familienkreis statt. Bereits heute trifft sich der Rat der Stadt Springe zu einer öffentlichen Sondersitzung zum Gedenken an den Bürgermeister. Beginn ist um 18 Uhr im Schulzentrum Süd, auch Bürger sind zu dieser Sitzung willkommen.

Von Christian Zett

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