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Acht Gruppen und zwei Einzelkämpfer

Springe Acht Gruppen und zwei Einzelkämpfer

Lokalpolitik ist manchmal undankbar - ganz unbeliebt ist sie trotzdem nicht: Gleich zehn Parteien, Wählergemeinschaften und Einzelbewerber wollen bei der Kommunalwahl am 11. September in den Rat einziehen.

Springe. Gelingt es ihnen (eine klassische Prozent-Hürde gibt es nicht), dürfte das neue Gremium noch vielfältiger werden - und die Mehrheitsfindung im Zweifelsfall noch schwieriger.

Am Montag um 18 Uhr endete sie, die Frist, bis zu der sich Bewerber für die Kommunalwahl bei der Stadt noch melden konnten. Auf dem Wahlzettel stehen neben den bereits im Rat vertretenen Parteien SPD, CDU, Grüne, FDP und Linke erstmals auch die Alternative für Deutschland. Deren Antritt hatte im Vorfeld für Wirbel gesorgt - auch wegen der rechten Vergangenheit ihres Kandidaten Wolfram Bednarski. Der kandidierte früher für die Republikaner, gehörte aber auch zum 2008 wegen Verfassungsfeindlichkeit und Holocaust-Leugnung verbotenen Verein „Bauernhilfe“.

Dazu kommen die Freien Wähler Springe, die aktuell über einen Sitz im Rat verfügen - und eine weitere Wählergemeinschaft: Hinter der „Allianz Bürgerwille“ stecken mit Anke Tischler und Tibor Maxam zwei Politiker, die zunächst für die AfD und später für deren Absplitterung „Alfa“ auftraten, sich aber inzwischen aus beiden Parteien verabschiedet haben. Tischler und Mitglied Thomas Blümchen wollen in den Stadtrat einziehen.

Das Kandidatenfeld für den 37-köpfigen Rat (inklusive des Bürgermeisters) komplettieren zwei Einzelbewerber: Im Wahlbereich I tritt wie berichtet Ex-SPDler und Ex-Bürgermeisterkandidat Uwe Lampe an. Er möchte genauso in den Stadtrat wie Sabine Schiepanski in Wahlbereich II: Die parteilose Ratsfrau ist aktuell auch Mitglied des Gremiums; war bei der Wahl 2011 auf der Liste der Grünen angetreten. Sie hatte sich kürzlich aber von der Partei losgesagt.

Wie viele Bewerber unter dem Strich auf dem Wahlzettel stehen, wollte der zuständige Mitarbeiter der Stadt, Karsten Kohlmeyer, gestern noch nicht verraten: Offenbar gibt es bei dem einen oder anderen Kandidaten noch Klärungsbedarf.

Endgültig entscheidet der Gemeindewahlausschuss am morgigen Donnerstag darüber, wer antreten darf und wer nicht. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses auf dem Burghof. Kohlmeyer geht davon aus, dass alle zehn Gruppen und Einzelbewerber grundsätzlich zugelassen werden: „Das empfehlen wir zumindest dem Ausschuss.“ Nur einzelne Kandidaten sind demnach noch strittig.

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