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Ärger um Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus

Springe Ärger um Notfallambulanz im ehemaligen Krankenhaus

Beim Runden Tisch Krankenhaus gibt es erneut Ärger: Mitglieder der Runde, die sich jetzt erneut hinter verschlossenen Türen mit Regions- und Klinikvertretern traf, klagen über mangelnde Informationen und nicht eingehaltene Zusagen. Sie fordern, dass die Notfallambulanz besser beworben werden muss.

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Die Fassade zeigt noch die Vergangenheit: In der ehemaligen Notaufnahme des Krankenhauses ist die Ambulanz eingerichtet.

Springe. Teilnehmer berichteten dieser Zeitung, trotz mehrfacher Aufforderung habe das Klinikum es abgelehnt, Zahlen für die Notfallambulanz vorzulegen. Diese lägen noch nicht vor.

„Dabei mussten inzwischen doch mindestens zwei volle Quartale abgerechnet werden“, habe es in der Runde im Rathaus geheißen. Eine Klinikum-Sprecherin erklärte gestern, die Zahlen würden gegenwärtig erhoben. Man wolle wie geplant nach mindestens einem Jahr - also Ende 2016 - erste Ergebnisse präsentieren.

Am Runden Tisch sitzen neben Region und Klinikum auch Lokalpolitiker, Stadtvertreter, Ärzte und Krankenkassen-Vertreter. Es sei „hilfreich“ gewesen, „die unterschiedlichen Perspektiven einmal zusammenzuführen“, sagt die Sprecherin des Regionsklinikums.

Kritik gab es in der Runde an der Vermarktung der Notfallambulanz. Vertreter aus Politik und Verwaltung werfen dem Regionsklinikum vor, zu wenig für die Einrichtung zu werben. Ein Info-Flyer liege bislang nur im Krankenhausgebäude aus, klagt ein Ratsmitglied. „Aber dann sind die Leute ja schon in der Ambulanz.“

Beim Klinikum wehrt man sich: Man habe durch eben jenen Flyer, aber auch durch einen „fortlaufenden Dialog mit den niedergelassenen Ärzten“ immer wieder auf die vorerst auf zwei Jahre begrenzte Ambulanz hingewiesen, die nach der Schließung des Krankenhauses in Springe eingerichtet wurde. Die Anregung vom Runden Tisch, den Flyer auch im Rathaus oder in Apotheken auszulegen, habe man nun „aufgenommen“.

Bisher hieß es immer, nach einer Bilanz werde entschieden, ob die Region einen Antrag auf Verlängerung der Notfallambulanz beim Land stellen werde. Dabei sollten auch neue Gesetze helfen, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Doch zu diesem Plan äußert sich das Klinikum auch auf Nachfrage nicht. Nach Informationen dieser Zeitung ist langfristig auch die Ansiedlung einer Art Ärztezentrum in der Stadt im Gespräch. Wo genau es liegen könnte oder wer es trägt, ist aber unklar. Im Klinikgebäude selbst war die Ansiedlung gescheitert - auch, weil die heimischen Ärzte einen Umzug ablehnten.

Der Runde Tisch selbst könnte in anderer Form bestehen bleiben: Beim Regionsklinikum heißt es, die Stadt habe die Erweiterung und Umwandlung des Gremiums in ein Gesundheitsforum Springe angeregt, um Fragen der Gesundheitsversorgung vor Ort zu klären. „Klinikum Region Hannover und die Region würden diesen Ansatz unterstützen“, sagt die Klinikum-Sprecherin.

Von Christian Zett

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