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Ärger um das Radwegekonzept

Springe Ärger um das Radwegekonzept

Zu unübersichtlich, zu chaotisch und zu gefährlich seien die Maßnahmen, die im neuen Radwegekonzept realisiert wurden. Immer wieder sorgt das Vorhaben für Diskussionen. Der Ortsrat zweifelt das bis zu 350.000 Euro teure Maßnahmenpaket der Verwaltung an.

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Ein Teil des Radwege-konzepts ist die Bahnhofstraße. Früher durften dort Radler auf dem Weg fahren, jetzt sind nur noch Fußgänger erlaubt.

Quelle: Saskia Helmbrecht

Springe. Die Schritte, die bisher realisiert worden sind, seien eher verkehrsgefährdend als sicherer, sagt CDU-Ratsherr Ulrich Kalinowski. Keiner sei von dem Konzept begeistert. Ohne die von der Politik eingeforderte Zustimmung des Ortsrates zu den Maßnahmen habe die Verwaltung mit der Umsetzung einfach weitergemacht.

Besonders schwierig sei die Situation am Kreisel an der Osttangente. Vorher konnten Radfahrer von Verkehrsinsel zu Verkehrsinsel die einzelnen Straßen überqueren - jetzt werden sie gemeinsam mit den Autos durch den Kreisverkehr geführt. „Das ist ein reines Verkehrsabenteuer und chaotisch“, sagt Kalinowski. Gerade bei den älteren Radfahrern würden Unsicherheiten noch verstärkt. „Die Straßenverkehrsordnung ist da schwer zu durchschauen und verwirrend.“

Die Situation verschärfe sich außerdem, weil E-Bikes immer beliebter würden und diese aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit nur noch schwer für Autofahrer einzuschätzen seien.

Klimaschutzmanagerin Katrin Härtel betont, dass es mit den geplanten Änderungen auch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit geben müsse, um die Radfahrer aufzuklären. „Sie gehören auf die Straße“, stellt Härtel klar. Mit der Förderung des Radverkehrs werde auch der Klimaschutz vorangetrieben.

Anfang Juni hatte sich der Ortsrat zu einer zweistündigen Rundfahrt aufgemacht, um sich Änderungen und Problempunkte anzuschauen. Es habe verschiedene Kritikpunkte gegeben, sagt Kalinowski. Neben dem Kreisverkehr an der Oppelner Straße seien auch die Umgestaltungen an der Burgstraße und der neue Radschutzstreifen am Friedhof Völksener Straße in der Kritik.

Gerade einmal 20 Prozent des Konzeptes seien notwendig, die übrigen Punkte seien nur Empfehlungen. „Da frage ich mich, wer das alles bezahlen soll“, gibt der CDU-Ratsherr zu bedenken. Dieses Geld sei in den Schulen besser aufgehoben. Er plädiert dafür, das Konzept abzulehnen.

Die Diskussion darüber war auf der jüngsten Ortsratssitzung abgebrochen worden.

Von Saskia Helmbrecht

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