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AfD-Stadtverband sucht neue Wege

Springe AfD-Stadtverband sucht neue Wege

Der Springer Stadtverband der Alternative für Deutschland (AfD) kämpft ums Überleben. Die acht Mitglieder suchen nach neuen Wegen - denn um eine effektive und eigenständige Politik zu betreiben ist der Stadtverband allein zu klein.

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Im Gespräch: Uta McDermott und René Everhartz.

Quelle: Krause

Springe. René Everhartz, zur Zeit kommissarischer AfD-Regionsvorsitzender, brachte die Situation bei einer Versammlung am Freitag auf den Punkt. Wenn man keinen neuen Vorstand innerhalb des Stadtverbandes aufstellen kann - die anwesenden Mitglieder fühlten sich dafür nicht berufen - sollte man einen Zusammenschluss mehrerer Stadtverbände aus Laatzen, Hemmingen, Pattensen und auch Springe zu einem Verband „Calenberger Land“ prüfen. Mit den dann 35 Mitgliedern könne man stärker in den anstehenden Kommunalwahlkampf ziehen, so Everhartz.

Nach den Querelen innerhalb der Partei in den vergangenen Monaten hat der Regionsverband insgesamt rund 15 Prozent seiner Mitglieder verloren. Jetzt gilt es, sich verstärkt um neue Mitglieder zu bemühen, so AfD-Mitglied Uta McDermott. Hier wolle man sich um Menschen bemühen, die unzufrieden sind und Hilfe benötigen. Die Generationengerechtigkeit sei ein derzeit für sie wenig zufriedenstellendes Kapitel der Bundesregierung. Die Politik „verschwende“ heute Geld, zum Beispiel für die Griechenlandhilfe, die der späteren Generation fehlen würde.

Auch stemmen sich die AfD-Mitglieder vehement gegen den Rechtsbruch, den ihrer Auffassung nach, die Regierung betreibt.Vieles, was in der EU geregelt ist, werde in der Bundesrepublik ausgehebelt. So könne es nicht sein, dass Flüchtlinge erst in Deutschland Asyl beantragen und nicht in den Ländern der EU, die sie zuerst betreten haben. Hier fordern sie die strikte Einhaltung des Schengener Abkommens. Unzufriedenheit und Wut der jungen Generation seien im Internet spürbar. Wenn es der AfD gelänge, diese Leute an die Wahlurnen zu bekommen, haben man gute Chancen ihre Vorstellung einer gerechten Politik umsetzen zu können, so Everhartz.

Steigende Mitgliederzahlen - Everhartz spricht von wöchentlichen Zuwächsen von etwa zehn neuen Personen regionsweit - lassen ihn hoffen, den Stadtverband wieder in ein ruhiges Fahrwasser manövrieren zu können.

Vorrangiges Ziel bleibe aber für die anstehenden Wahlen ein Programm zu erarbeiten, das neue Mitglieder anzieht. McDermott zeigte Bereitschaft, sich in dieser Hinsicht bei der AfD zu positionieren und für einen stabilen Stadtverband ein festes Fundament mit zu formen.

Von Reinhold Krause

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