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„Afrika hat sich für mich erledigt“

Bennigsen „Afrika hat sich für mich erledigt“

Er hat es wieder gemacht: Der reisende Rentner Klaus Bödeker war erneut in Afrika, hat wilde Tiere - von Elefanten bis Löwen - in freier Wildbahn beobachtet und war wieder begeistert. Nach Afrika zieht es den 77-Jährigen nun aber nicht mehr - vorerst.

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Hinter dem Steuer: Klaus Bödeker fährt durch den Salzsee.

Quelle: privat

Bennigsen. Die Faszination, die der Kontinent auf ihn ausübt, kann Bödeker schwer in Worte fassen: Die Luft, das Licht, die Menschen, all das hat auf ihn seit jeher eine unvergleichliche Wirkung, sagt er. Bereits zum zwölften Mal war er auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde, einmal sogar als Volontär auf einer Wildtierfarm in Namibia. Geärgert hatte er sich aber stets darüber, dass er bei all den Reisen dorthin eine Sache nie besucht hat: die Victoriafälle. Endlich hat das auch geklappt - der Flug mit dem Hubschrauber über die Fälle.

Während dieses Trips war er in Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe und Sambia, 3000 Kilometer quer durch den Kontinent. Damit hat er einen großen Teil der Länder besucht, die auch für Menschen interessant sind, die an der klassischen Tierwelt Afrikas interessiert sind. „Ich bin den Elefanten so nah wie nie gekommen“, berichtet der Rentner über eine Übernachtung in einer Lodge in der Savanne, bei der die Dickhäuter direkt unter seinem Zimmer hinweg spaziert sind. „Das war sehr bewegend. Einmal hat ein Bulle so laut trompetet, dass ich senkrecht im Bett stand.“ Auf seinem Weg zum Zimmer dann stand ein Dickhäuter fast direkt neben ihm, mitten in der Nacht. „Aloha, da habe ich aber die Luft angehalten“, erinnert sich der reisebegeisterte Bennigser.

Auch Flusspferde hat er in freier Natur gesehen. „Das sind Erlebnisse, die man nicht vergisst.“ 16 Tage lang hat seine große Afrika-Tour gedauert, einer der Höhepunkte war das Picknick in der Etoscha-Pfanne, einem ausgetrockneten Salzsee in Namibia.

Nun, nach seiner zwölften Afrika-Reise, ist Bödeker auf der Suche nach neuen Zielen. „Afrika hat sich erledigt für mich, ich habe viel gesehen“, resümiert der 77-Jährige. Interessant für ihn wären nur noch Länder wie Angola oder Kenia, aber dorthin plant er keine Reise. „Da ist das Sicherheitsrisiko zu hoch.“

Ihm wird sicherlich etwas Neues einfallen. Die Welt ist groß, so wie Bödekers Entdeckerlust. Und die will er sich nicht nehmen lassen: „Zu Hause bleiben geht gar nicht, das nutzt ja nichts“, sagt der 77-Jährige. Obwohl bereits viele Fähnchen in seiner großen Weltkarte stecken. Und es werden jedes Jahr wieder ein paar mehr: In manchen Ecken sieht man schon das Papier nicht mehr.

von Ralf T. Mischer

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