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Alumni erinnern sich an Spüldienst und Panzerwache

Treffen in der Tellkampfschule Alumni erinnern sich an Spüldienst und Panzerwache

Nach 45 Jahren treffen sich sieben ehemalige Schüler im Landheim der Tellkampfschule wieder. Sie bewundern die neuen Räume und erzählen, wie es damals war, als sie ihren Lehrer beim Pokerspiel übertrumpft haben.

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Wiedersehen im Landschulheim: Das Treffen der Ehemaligen soll in Zukunft wiederholt werden.
Huppert

Springe. Von Christoph Huppert

SPRINGE. „Der Spruch ist noch der alte, nur frisch gestrichen“, stellt Tom Gremmels fest. „Laeti discipuli, laeti magistri - fröhliche Schüler, fröhliche Lehrer“ ist noch immer über der Hintertür des Landheims der Tellkampfschule im Papenwinkel zu lesen.

Lange hatte Rudolf Hurth sich bemüht, die Schüler der Abi-Klasse von 1971 zu einem Treffen ins Landheim zu holen. Jetzt endlich hatten sieben von seinerzeit 19 den Weg an den Deister gefunden.

Es ist die Stunde der Erinnerungen. An die alten Schlafsäle unterm Dach - die mittlerweile saniert und modernisiert sind, die Spinde im Erdgeschoss, den immer noch vorhandenen kleinen Handaufzug zwischen Speisesaal und Küche. „Spüldienst, das war Horror und Riesenspaß zugleich“, erinnert sich Bernd Eglinski.

„Und der alte Zimmer hat mich hier oben immer Panzerwache stehen lassen“, erzählt Michael Schiemann. „Eine Stunde lang, und von seinem Raum aus konnte der genau sehen, ob man’s gemacht hat.“

Als die sieben den kleinen Raum an der linken Gebäudeseite betreten, der in den 40er-Jahren als OP-Zimmer genutzt wurde, fällt sofort das Wort „Poker“. „Erinnert ihr euch an Bio-Both, den haben wir hier fast bis aufs Hemd ausgezogen“, ruft Michael und die Runde lacht schallend.

Martin Werner vom Förderverein veranstaltet für die Männer vom Abi-Jahrgang eine kleine Führung durch das immer noch romantisch verwinkelte Gebäude.

„Alles ist in den vergangenen Jahren toll saniert worden, die wirtschaftliche Lage ist zufriedenstellend“, erfahren die Altschüler.

Dann setzen sie sich in den Schatten, gleich neben prächtig blühenden Gehölze und beginnen die „Weißt du noch“-Gespräche. Vieles wie etwa eine „Panzerwache“ sei heute einfach nicht mehr darstellbar, stimmen sie überein. Heute sei eben alles anders, nicht besser, nur anders.

Und deshalb will man sich in Zukunft öfter treffen. Am Landheim. Da, wo Michael „Panzerwache“ stehen und Bio-Both die Hosen runterlassen musste.

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