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An der Obermühle muss dringend investiert werden

Alferde An der Obermühle muss dringend investiert werden

Die Stadt schlägt Alarm: Wenn an der Obermühle in Alferde nicht schnell 150 000 Euro investiert werden, könnte dort ein Wohngebäude einstürzen. Das Problem ist der marode Zustand des Wülfinghäuser Mühlenbachs an dieser Stelle.

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Der Mühlenbach in Alferde.Foto: Archiv

Alferde. Teile eines desolaten Stegs sind dort auf Stahlrohre des sogenannten Sohlabsturzes, der das Gewässer durchzieht und vor dem Abtragen des Bachgrunds schützen soll, gestürzt. Durch den Aufprall sind die Stahlrohre stark beschädigt worden. Schon Ende Mai hat der städtische Bauhof erste Trümmer beseitigt - noch fließt das Wasser ab. Doch die Trümmerteile, so die Sorge im Rathaus, könnten dazu führen, dass sich das Gewässer einen neuen Weg bahnt. Auch die Stahlrohre und der Absturz selbst sind instabil. Wenn das Wasser jedoch wild abfließe, sei „die Standsicherheit des Wohngebäudes in kürzester Zeit gefährdet“, fürchtet man bei der Stadt. „Wir müssen dort kurzfristig tätig werden, weil Gefahr im Verzug ist“, sagt Fachdienstleiter Gerd Gennat. Die Lage sei ernst. Das Problem: Das Wasser fließe zu eng zwischen den Häusern entlang.

Die Fassaden wurden bereits stark beschädigt - daher drohe schlimmstenfalls der Einsturz. „Wir müssen das Bauwerk unbedingt zeitnah sichern“, sagt Gennat. Die Stadt als Eigentümer des Mühlenbachs sei in der Pflicht, „dringend eine Lösung zu finden“. Bei Flusslaufumlegungen brauche man zahlreiche Genehmigungen von Behörden - „es darf nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Wasser an den Häusern vorbeiführen“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld.

Eigentlich hätte die Stadt gerne erst das Wasser umlaufen lassen und danach mit den Baumaßnahmen begonnen. „Weil sich die Situation vor Ort aber so verschlechtert hat, dürfen wir keine Zeit mehr verlieren“, erklärt Springfeld. Gennat hatte im Finanzausschuss bereits angekündigt, dass voraussichtlich 150 000 Euro für die Erneuerung des Mühlenbachs fällig werden.

Normalerweise stehen für solche Tiefbaumaßnahmen an Gewässern pauschal nur 2000 Euro zur Verfügung. Fehlen also noch 148 000 Euro. Von der Verwaltung ist geplant, insgesamt 58 000 Euro aus dem Topf für Spielplätze zu nehmen. Weitere 90 000 Euro sollen von dem Konto kommen, das die Stadt eigentlich für Bauarbeiten an der Gesamtschule angelegt hatte. Beide Summen seien aber nicht aktuell eingeplant gewesen, versichert Springfeld: „Niemand muss auf etwas verzichten.“ Jetzt muss der Rat (Donnerstag, 18 Uhr, Grundschule Hinter der Burg) entscheiden.

Von Christian Zett

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