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Argumente statt Geschenke

Springe Argumente statt Geschenke

Die Kommunalwahl rückt näher, und so langsam aber sicher müssen sich die Verantwortlichen der antretenden Parteien und Gruppierungen überlegen, wie sie auf Stimmenfang gehen.

Springe. Tradition haben während des Wahlkampfs neben Plakaten in der Stadt die sogenannten Giveaways, die an Infoständen verteilt werden. In Springe sind Politiker indes nicht restlos von den Präsenten überzeugt.

„Ich glaube, heutzutage sind andere Dinge wichtiger“, sagt Elke Riegelmann, CDU-Stadtverbands-Chefin. Nicht die Giveaways seien entscheidend, sondern die Gespräche. Sie setze auf einen persönlichen und individualisierten Wahlkampf. „Die Menschen sind übersättigt, deshalb werden wir auch keine Werbegeschenke wild herumstreuen.“ Gänzlich verzichten will die Partei jedoch nicht auf Plakatierung: „Die Menschen müssen schon sehen, dass Wahl ist.“

„Kugelschreiber, Malhefte und Gummibärchen bieten sich schon an“, sagt René Bennecke von der Springer SPD. Vor allem Kinder könnten mit den kleinen Geschenken gebunden werden, gleichzeitig könne mit den Eltern über das Wahlprogramm gesprochen werden. Um die wichtigen Themen auf den Punkt zu bringen, werden zusätzlich Flyer hergestellt. Natürlich werde es auch großflächige Plakate geben - aber erst nach den Ferien.

Auch am Stand der Grünen wird es kleine Geschenke geben. „Uns ist aber wichtig, dass es sich dabei nicht um Wegwerf-Artikel handelt, die zu Hause gleich in der Ecke oder im Müll landen“, sagt Fraktionsmitglied Elke Thielmann-Dittert. Sonnenblumen-Samen und Gummibärchen seien in der Vergangenheit gut angekommen.

Harald Klotz, Vorsitzender des FDP-Stadtverbands, hat eine klare Meinung zu den Giveaways: „Wir legen unser Augenmerk nicht auf Geschenke, die liegen doch meistens nur herum.“ Stattdessen wollen er und seine Mitstreiter Geld und Zeit sinnvoller investieren. Neben den Gesprächen an den Ständen setzen die Liberalen auch auf Informationsverbreitung über soziale Medien wie Facebook. Außerdem soll es drei Großflächenplakate geben und zwischen 200 und 250 der kleineren A1-Plakate.

Den Freien Wählern fehlt schlicht das Geld, um Plakate und Geschenke im Wahlkampf zu organisieren. „Wir verfügen als Gruppierung nicht über Parteispenden“, sagt Mitglied Hendrik Bennecke. „Wir würden das Geld auch nicht zum Fenster hinauswerfen und einen Karnevals-Wahlkampf veranstalten.“

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