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Auf den Spuren von Daniel Düsentrieb

Springe Auf den Spuren von Daniel Düsentrieb

Normalerweise ist es in der Gestorfer Schule nachts ganz ruhig - die Klassenräume sind leer, alle Lichter gelöscht und weit und breit keine Schüler zu sehen. Genau das gegenteilige Bild bot sich jetzt als die Grundschüler an der neunten ARD-Kinderradionacht teilnahmen und es bis in die späte Nacht in der Gestorfer Grundschule nur so von Jungen und Mädchen wimmelte.

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Waren kreativ im Einsatz: Der achtjährige Lukas (rechts) und sein gleichaltriger Freund Felix haben ein Fahrzeug hergestellt.

Quelle: Lüdersen

Gestorf. Etwa 50 Kinder werkelten in den Klassenräumen. „Wir nehmen zum dritten Mal an der Aktion teil“, sagte Schulleiterin Martina Rücker. Die Grundschüler seien begeistert bei der Sache. Fünf Stunden lang, von 20 bis 1 Uhr, hatte die Radionachtredaktion unter dem Motto „Genial - Erfindungen verändern die Welt“ Hörspiele, Geschichten, Gedichte und Gespräche gesendet, denen die Jungen und Mädchen lauschen konnten.

Inspiriert von dem Programm machten sich die Kinder daran, selbst etwas Neues zu erfinden. So beschäftigten sich die Schüler etwa mit dem Buchdruck. Und Nika machte dem Erfinder Daniel Düsentrieb aus Entenhausen Konkurrenz und versuchte sogar eine Rakete zu bauen. Eine Zeichnung hatte er schon angefertigt. In einem großen Klassenraum waren jede Menge Utensilien von der Klopapierpapprolle bis zu Knetmasse vorhanden. Jeder, der wollte, konnte kreativ werden. Beim Stöbern im Schulfundus hatten Lukas und Felix Bauklötze gefunden und machten sich sofort daran, damit Fahrzeuge zu bauen.

Wer Lust hatte, konnte aber auch im Tonstudio den Beiträgen aus dem Radio lauschen. Das leckerste Klassenzimmer war jedoch - wie die Kinder es genannt hatten - das „Schlaraffenland“ im Werkraum. Dort stand für die Schüler ein kaltes Büfett bereit, das keine Wünsche offen ließ. Von Käsehäppchen über Gemüsespieße bis zum Wurstbrot war alles dabei.

Zu später Stunde machten sich die Erst- und Zweitklässler auf den Weg zur Schlafstätte in der Sporthalle. Eine halbe Stunden später folgten ihnen die Dritt- und Viertklässler und suchten sich mit Taschenlampen den Weg durch das dunkle Gestorf. Insgesamt 50 Betten waren dort aufgebaut worden. „Aber fest geschlafen haben in dieser Nacht wohl die wenigsten“, vermutet Schulleiterin Rücker.

Von Friedhelm Lüdersen

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