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Ausschreibung für IGS-Ausbau birgt Risiken

Springe Ausschreibung für IGS-Ausbau birgt Risiken

Die europaweite Architektensuche für den Ausbau der IGS könnte die Stadt teuer zu stehen kommen. Denn ein Oberkirchener Unternehmen hatte das Projekt schon komplett durchgeplant - bevor die Stadt auf Druck der Politik die neue Ausschreibung beschloss. Wenn der bisherige Architekt dort unterliegt, gehen die Planungen von vorne los.

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Blick auf das Schulzentrum Nord: Die Heinrich-Göbel-Realschule muss hier nach und nach der IGS weichen. Zett

Springe. Wie viel die Stadt bislang für die Entwürfe investiert hat, war am Freitag nicht zu klären: Gut möglich, dass die Leistungen noch nicht genau abgerechnet seien, hieß es zunächst im Rathaus. Es dürfte sich jedoch mindestens um eine höhere fünfstellige Summe handeln: Schließlich waren die Planungen schon so weit, dass ein Baubeginn in Sichtweite war.

Favorisiert wird verwaltungsintern nach wie vor der Ausbau für einen fünfzügigen IGS-Betrieb: Das heißt, pro Jahrgang würden fünf Klassen gebildet. Dafür plant man im Rathaus momentan mit Baukosten in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Die Summe sei aber für mögliche Bewerber nicht verbindlich, sagt Bau-Fachdienstleiter Reinhard Borchardt: Letztendlich entscheide der Rat darüber, welchen Entwurf in welcher Größenordnung er nehmen wolle.

Abbezahlt wäre die IGS ohnehin mit den 7,2 Millionen Euro noch nicht: Für Fachunterrichts-Räume, Erschließungskosten und die Ausstattung des Gebäudes kommen weitere 700.000 Euro hinzu. Will der Rat auch einen Keller als Lagerraum bauen sowie die Außenanlagen herrichten, kommen 1,8 Millionen Euro hinzu.

Teurer würde es auch noch mal, wenn die Verantwortlichen doch auf eine sechszügige Variante umschwenken: Dann wären zusätzliche Räume nötig. Ausgeschlossen ist das nicht: In der Ausschreibung heißt es ausdrücklich, man erwarte „ein schlüssiges Gesamtkonzept“ und habe daher zwar die Entscheidung zugunsten der fünfzügigen Variante getroffen - halte „die planerische Ausgestaltung“ aber offen.

Bewerben können sich Architekten aus ganz Europa bis zum 30. März. Für Stadt, Schule, Schüler und Eltern drängt die Zeit: Als Übergangslösung gegen die Raumnot dient zunächst für drei Jahre die Haupt- und Grundschule am Ebersberg. Im Gebäude sollen zunächst Realschulklassen unterkommen. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, muss der Rat Mitte März ein Finanzierungskonzept verabschieden: Allein 38.000 Euro werden für Umbauarbeiten fällig. Sie sollen aus dem städtischen Topf für Bauunterhaltung finanziert werden. Den größten Brocken stellen die vier Fluchttreppen für die Türme dar: 252.000 Euro werden dafür fällig.

Von Christian Zett

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