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Ausstellung dreht sich um Fußball und Integration

Springe Ausstellung dreht sich um Fußball und Integration

Bei der neuen Schau im Fußballmuseum geht es um Schiedsrichter aber auch um Integration. Vor der Eröffnung am Montagabend spricht der Vorsitzende Dirk Schröder über die Ausstellung und darüber, was sie mit Flüchtlingen zu tun hat.

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Sind noch fleißig am Aufbauen für heute Abend: Horst Scholz (von links), Dirk Schröder und Walter Edel.

Quelle: Helmbrecht

Springe. Herr Schröder: Was ist das Thema der Ausstellung?

Es geht um das Schiedsrichterwesen von den Wurzeln bis in die Gegenwart über die Kommerzialisierung und Professionalisierung. Es wird ein Quiz für Besucher geben, Schautafeln mit Rekorden und auch eine Schiedsrichter-Puppe mit Karten, die sowohl die psychische und physische Belastung des Berufes abbilden soll. Außerdem zeigen wir die bekannte Werbung von „Maoam“ und es gibt darauf abgestimmte Sitzkissen.

Sie zeigen auch Schautafeln zur Entwicklung der Fußballregeln. Was war die größte Veränderung aus Ihrer Sicht?

Es gab einige Einschnitte. Eine große Herausforderung für die Schiedsrichter kam mit der Einführung der Abseitsregelung. Aber auch die Rückpassregel zum Torwart hat das Wesen geändert. Durch diese Regel ist das Spiel wesentlich schneller geworden.

Wie kam es zu dieser Ausstellung und wie wurde sie finanziert?

Kriegsflüchtlinge aus den Sprachlernklassen der BBS 6 Hannover, deutsche Gymnasiasten des Hannah-Arendt-Gymnasiums Barsinghausen und Studierende der Leibniz Universität Hannover haben die Ausstellung gemeinsam geplant und realisiert. Gefördert wurde das Projekt vom Gesellschaftsfonds „Zusammenleben“ der Stadt Hannover, dem Integrationsfonds der Region sowie von der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung.

Fußball und Integration - wie passt das zusammen?

Das Projekt ist für mich eine Maßnahme der aktiven Willkommenskultur. Drei Gruppen, die sonst keine Berührungspunkte haben, haben gemeinsam gearbeitet. Es ist auch ein Projekt zur Sprachförderung, denn hier mussten die Flüchtlinge deutsch sprechen. Fußball eignet sich für Integration sehr gut, denn diese Sportart gibt es auf der ganzen Welt. Jeder spielt gerne, jeder schaut gerne zu. Gleichzeitig können über Fußball Werte vermittelt werden, wie Fairness, Teamarbeit und Zusammenhalt.

Welche Erfahrungen haben Sie aus der Kooperation mitgenommen?

Die Resonanz war super. Es gab überhaupt keine Berührungsängste oder Vorbehalte. Es sind richtige Freundschaften entstanden. Und einer profitiert vom anderen: Die angehenden BBS-Lehrer von der Uni haben einen Einblick in ihren späteren Beruf erhalten können. Die Sprachanfänger können besser Deutsch sprechen und die Gymnasiasten konnten Vorurteile abbauen, aber auch mit den Studenten ins Gespräch kommen, beispielsweise über die Finanzierung eines Studiums. Und wir haben viel unternommen, das schweißt zusammen. Wir waren zum Beispiel gemeinsam im Stadion in Hannover - das war für die jugendlichen Flüchtlinge das erste Mal.

Sie konnten für die Eröffnung Fifa-Schiedsrichter Florian Meyer gewinnen, der sogar zum besten Schiedsrichter der Bundesliga gekürt wurde. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Unser stellvertretender Vorsitzender, Dieter Gabriel, ist ehemaliger Schiedsrichter. Da kennt man sich untereinander. So ist der Kontakt entstanden. Meyer wird außerdem ein original Schiedsrichter-Trikot mitbringen, das wir ebenfalls ausstellen werden. Wir erwarten auch Schiedsrichter Wolfgang Mierswa. Während der Veranstaltung bekommen wir den Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung überreicht, den wir für unsere Idee gewonnen haben.

Sie haben das Projekt als „fruchtbar für alle Parteien“ beschrieben. Können Sie sich eine Fortsetzung vorstellen?

Auf jeden Fall. Die Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht.

Die Eröffnungsfeier findet am Montag um 18 Uhr in der Grundschule Hinter der Burg statt. Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober zu sehen.

Von Saskia Helmbrecht

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