Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Ausstellung für Preis nominiert

Springe Ausstellung für Preis nominiert

Die Ausstellung "Achtung Schiris!" kommt an: Die Schau des Fußballmuseums ist jetzt für den Preis "Kultur öffnet Welten" nominiert worden.

Voriger Artikel
Kommt jetzt das Aus fürs Halteverbot?
Nächster Artikel
Kita-Kind per Klick anmelden

Dank an die Jury: Dirk Schröder vom Fußballmuseum (links) erklärt Lydia Grün (rechts neben ihm) die Schiedsrichter-Ausstellung.

Quelle: FOTO: MISCHER

Springe. Springe. Alle waren gekommen: Die Schüler, die Studenten, die Museumsmacher, die Jury - und Vertreter der heimischen Politik. Gefeiert wurde, dass die Ausstellung „Achtung Schiris!“ für den Preis „Kultur öffnet Welten“ nominiert wurde.

Die Jurymitglieder des mit 10 000 Euro dotierten Sonderpreises, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, gefördert wird, schauten sich das Museum und die Ausstellung in aller Ruhe an. Jurymitglied Lydia Grün: „Man merkt einfach, auch an der Reaktion der jungen Leute, wie fantasievoll die Ausstellung geplant ist.“

Begeistert habe sie etwa eine Schaufensterpuppe im Unparteiischen-Dress, an der etliche gesellschaftliche Themen gezeigt würden. „Sie haben der Puppe etwa Rote Karten in den Kopf geklebt, anhand derer die mentale Belastung der Schiedsrichter während eines Spiels deutlich wird.“ In der Begründung der Jury heißt es, das Projekt habe zur Integration von Geflüchteten beigetragen. Die Ausstellung verbinde zudem Kultur und Sport und befasse sich mit gesellschaftlich relevanten Themen.

Der Vorsitzende des Fußballmuseums, Dirk Schröder, lobte das Ausstellungsprojekt und dessen Ergebnisse: „Das Produkt ist super geworden, da würden sich so manche großen Häuser die Finger nach lecken.“ Durch die Schau seien aus Kriegsflüchtlingen, Schülern und Studenten Freunde geworden. Sie alle haben an der Ausstellung gemeinsam gearbeitet. Allerdings sei die Koordination der vielen Beteiligten nicht immer problemlos über die Bühne gegangen, räumte Schröder ein: „Mich als Vorsitzenden hat die Ausstellung ein paar graue Haare mehr gekostet.“

Immerhin hat es sich für alle Beteiligten gelohnt, egal ob Springe den Hauptpreis bekommt oder nicht. Denn allein die Nominierung, die Springer Schiri-Schau ist eines von zehn nominierten Projekten und das einzige aus Niedersachsen, bringt eine Prämie von 2500 Euro. „Für uns ist das eine ganze Menge Geld“, betonte Schröder.

Auch Schüler und Flüchtlinge profitieren schon vor der Vergabe des offiziellen Preises: Immerhin wurden sie vom Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (SPD) zu einer Fahrt in die Hauptstadt Berlin eingeladen. Welches Projekt den Hauptpreis am 26. April im Düsseldorfer Schauspielhaus entgegennehmen darf, steht laut Grün bereits fest. Verraten werde das vorher aber nicht: „Wir schweigen wie ein Grab“, sagte sie auf Nachfrage.

Nach der Stippvisite in Springe machten sich die Jurymitglieder auf den Weg nach Potsdam. Dort besuchten sie das Projekt „Musik schafft Perspektive“, das ebenfalls nominiert ist.

Von Ralf T. Mischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.