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Autofahrer nötigt zwei Reiterinnen

Springe Autofahrer nötigt zwei Reiterinnen

Weil ein 82-jähriger Autofahrer zwei Reiterinnen auf einer öffentlichen Straße genötigt hat, musste er sich am Dienstag vor dem Springer Amtsgericht verantworten. Gegen eine Geldauflage von 600 Euro, die an einen Tierschutzverein fließt, wurde das Verfahren eingestellt.

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Das Amtsgericht hat gegen einen 83-jährigen Mann wegen des Vorwurfs der Nötigung verhandelt.

Quelle: Andreas Zimmer

Springe. „Ihr wisst doch, dass ihr hier nicht reiten sollt“: Mit diesen Worten habe der Senior seinen Wagen vor den beiden 22-jährigen Frauen, die auf Pferden saßen, angehalten, berichtete der Mann. Zuvor habe er ein paar Mal das Fernlicht aufgeblendet, um zu sehen, wer ihm im Juli vergangenen Jahres gegen 21.30 Uhr auf der Straße entgegenkam. Er sei ausgestiegen, weil er sich über die Reiter, die in der Dämmerung nicht zu erkennen gewesen seien, geärgert habe, erklärte er. Immer wieder wurmten ihn auch die Pferdeäpfel auf der Straße, sagte der Mann, der in der Nähe eines Reitbetriebs wohnt. Deshalb beschwere er sich auch oft.

Um den Mann nicht zu provozieren, seien sie bereits ausgewichen, berichteten die jungen Frauen übereinstimmend. Dennoch habe er abrupt vor ihnen gebremst und ihnen mit dem Wagen den Weg verstellt. Er sei dann ausgestiegen, um sie zur Rede zu stellen. Anschließend sei er zurück ins Auto und habe dann den Motor noch einmal laut aufheulen lassen. Als die Pferde unruhig wurden, stieg er erneut aus. Er habe das eine Pferd an der Trense festgehalten, und das noch junge Tier so stark am Hals geklopft, das es zurückwich, berichtete die Eigentümerin des Tieres. Mehrfach habe sie den Angeklagten gebeten, ihr Pferd nicht anzufassen, sagte sie.

Er habe das Tier lediglich beruhigen wollen, erklärte der 82-Jährige, der selbst Pferdebesitzer ist. Eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ließ Richter Felix Muntschick am Ende der Beweisaufnahme fallen. Es sei nicht nachzuweisen, dass das Tier Schmerzen erlitten habe, begründete er die Entscheidung.

Annegret Brinkmann-Thies

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