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Autoteile-Lieferer bleibt auf Geld sitzen

Springe Autoteile-Lieferer bleibt auf Geld sitzen

Weil ein 29-jähriger Münderaner von einem Springer Autoteilelieferer Waren im Wert von 2000 Euro bekommen hat, ohne sie zu bezahlen, musste er sich jetzt wegen Betrugs vor dem Springer Amtsgericht verantworten.

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Im Springer Amtsgericht wurde der Fall des 29-Jährigen verhandelt.

Quelle: Symbolbild

Springe. Die Strafrichterin verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung. Zudem muss er 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten.

Der Münderaner hatte bis zum September letzten Jahres eine Autowerkstatt betrieben. Das benötigte Material bekam er zu diesem Zeitpunkt von dem Springer Geschäft - erstmals per Lieferschein und auf Rechnung. Bis dahin hatte er die Teile stets direkt bezahlt. Nur einen Tag nachdem er diese erste Rechnung über 1600 Euro erhielt, meldete er sein Gewerbe ab. Dennoch holte er sich weiterhin Kfz-Zubehör aus dem Springer Geschäft, sodass sich weitere zwei Rechnungen aufsummierten.

Dem Springer Autoteile-Anbieter warf der Angeklagte noch vor, ihm keine Ratenzahlung angeboten zu haben. Der Angeklagte habe nie nachgefragt, sagte der Geschäftsführer in seiner Zeugenaussage vor Gericht. Der Mann, der inzwischen für seine Kfz-Werkstatt auch Insolvenz angemeldet hat, gab sich vor Gericht von seinen Taten unbeeindruckt. „Ich habe in dieser Zeit Teile für meine Werkstatt geholt“, räumte er unumwunden ein. Und fügte hinzu: Am liebsten hätte er auch noch mehr geholt, wenn er gewusst hätte, dass er insolvent gehen würde.

Zu der derzeitigen beruflichen Situation erklärte der Angeklagte noch: „Es war alles so chaotisch, ich habe mich um nichts mehr gekümmert.“. Er konnte auch nicht erklären, wo die Teile geblieben sind, die er auf Lieferschein bekommen hatte.

Der Münderaner wurde zu der Verhandlung von zwei Polizisten vorgeführt - bereits zwei Mal war er einer Ladung des Gerichts nicht gefolgt und dem Gerichtssaal einfach fern geblieben. „Ich habe die Ladung nicht bekommen“, gab er an. Denn weil es auch privat schwierig gewesen sei, habe er eine Weile nicht bei seiner Familie gelebt.

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