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Awo will aus der GeTour raus

Bad Münder Awo will aus der GeTour raus

Die Awo Gesundheitsdienste ziehen sich aus der gemeinsamen Gesellschaft mit der Stadt zurück. Alleiniger Gesellschafter wird, stimmt der Rat zu, die Stadt.

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Die Mehrheit der Anteile an der GeTour hält die Stadt bereits - stimmt der Rat zu, könnte sie zum 1. November alleiniger Gesellschafter werden.

Quelle: Rathmann

Bad Münder. Mit der Aufsplittung der Awo GSD und dem Verkauf einzelner Betriebszweige an unterschiedliche Bieter war der Betriebsübergang auf einen Käufer unwahrscheinlicher geworden.

Jetzt will die Awo-Geschäftsführung der Stadt den Kauf der Gesellschaftsanteile anbieten. Dabei geht es um 48 Prozent der Anteile, die die Awo GSD seit Dezember 1999 halten, als sie zusammen mit der Stadt die Gesellschaft für Gesundheit, Veranstaltungen und Tourismus gründeten. Die Stadt hält 52 Prozent der Anteile. Seit dem Jahr 2000 gehören auch die Aufgaben, die zuvor von der städtischen Kurverwaltung übernommen wurden, zur GeTour.

Die ersten Reaktionen in der münderschen Politik sprechen für eine Annahme des Angebotes. Vorverhandelt ist ein Ankauf der Geschäftsanteile für 12 100 Euro. Eng mit der Frage der Liquidität der GeTour verbunden ist die Frage der Gewinnausschüttung. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 betrug rund 104 000 Euro, dieser Wert wird auch für die Gewinnausschüttung maßgeblich sein. Die Awo GSD erhalten, so der Plan, rund 49 900 Euro, die Stadt rund 54 000 Euro. Die Liquidität der GeTour war in den Vorjahren durch den vorgetragenen Bilanzgewinn sichergestellt worden, entsprechend soll der städtische Gewinnanteil zur Erhöhung der Liquidität der Gesellschaft verwendet werden, zunächst in Form eines unverzinslichen Darlehens für ein Jahr.

Weiterhin muss der Rat über die Festsetzung des Dienstleitungsentgeltes für das kommende Jahr und damit verbunden die Verlängerung des Geschäftsführungsvertrags um ein Jahr beraten. Das könnten einige Politiker problematisch sehen, da damit die zweite Konsolidierungsstufe bei der GeTour, die der Zukunftsvertrag vorsieht, verschoben wird. Die Beschlussempfehlung der Verwaltung sieht auch eine Verlängerung des Vertrages mit GeTour-Geschäftsführer Thomas Heiming in unveränderter Form bis Ende 2016 vor. „Aus unserer Sicht ist das die beste Lösung für eine gute weitere Entwicklung der GeTour“, sagt Dr. Rainer Eckert als Generalbevollmächtigter der Awo GSD. „Gleichzeitig ist diese jetzige Entscheidung als Paketlösung zu sehen“, so Bürgermeister Hartmut Büttner, Aufsichtsratsvorsitzender der GeTour. „Dadurch, dass wir auch den Dienstleistungsvertrag um ein weiteres Jahr zu unveränderten Konditionen verlängern, kaufen wir uns die Zeit, um im Jahr 2016 die weiteren Weichen für die Entwicklung der GeTour zu stellen.“

Vollzogen werden soll die Veränderung der Gesellschafterstruktur zum 1. November. Beschlüsse dazu müssen nicht nur vom Rat, sondern auch vom Gläubigerausschuss der insolventen Gesundheitsdienste getroffen werden.

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