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Bald Elektroautos in Springe?

Springe Bald Elektroautos in Springe?

Fahren bald Elektroautos der Stadt durch Springe? Bürgermeister Jörg-Roger Hische will das Thema als Aufsichtsratsvorsitzender bei den Stadtwerken Springe ansprechen.

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Bürgermeister Jörg-Roger Hische (rechts) lässt sich von Bernd Schönebaum vor dem Springer Rathaus auf dem Burghof ein Elektroauto zeigen.

Quelle: Zimmer

Innovation aus dem Norden der Region Hannover ist jetzt auf Symphatie im Süden gestoßen. Springes Bürgermeister Jörg-Roger Hische hat sich in Springe den EcoCarrier der Wunstorfer Firma EcoCraft Automotive angesehen – den ersten in Serie gefertigten Elektrokleinlastwagen der Welt.

Welche Möglichkeiten es gibt, den städtischen Fuhrpark um Elektroautos zu ergänzen, will Hische nun mit den Experten der Stadtwerke ausloten. Nicht ohne Grund: Zu deren Verbund gehört auch der Energieversorger BS Energy. Dieser hatte im Februar den Prototyp einer Elektro-Tankstelle für Braunschweig und Umland vorgestellt.

Zu den Kunden des Wunstorfer Unternehmens EcoCraft Automotive gehören zum Beispiel der Flughafen Hannover und die Stadtreinigung Hamburg. Im vergangenen Jahr erhielt die 2006 gegründete Firma, einer der Teilhaber ist der Staat, von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ eine Auszeichnung für ihr Konzept. Produziert werden die Kleinlastwagen im VW-Werk in Sarajewo, Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Im vergangenen Jahr verkaufte die Firma 200 Fahrzeuge.

Nach Angaben der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle der Region in Ronnenberg ist in Springe bislang kein Elektroauto angemeldet, lediglich ein Kleinfahrzeug mit Elektroantrieb mit Höchsttempo 20. In der gesamten Region sind 46 Elektrofahrzeuge registriert.

Der Springer Bernd Schönebaum, der die Arbeiten des Springer Karikaturisten Sebastian Krüger vermarktet, hatte sich den EcoCarrier für gewerbliche Zwecke für Dienstag und Mittwoch ausgeliehen. Er stellte Hische den Dreisitzer vor. Höchsttempo sind etwa 80 Stundenkilometer. „Das hat Pioniercharakter“, sagte Schönebaum.

Er regt öffentliche Elektro-Tankstellen in Kombination mit Parkplätzen vor dem Rathaus auf dem Burghof an. Dies wäre ein Novum. Im Energie- und Umweltzentrum (EUZ) Eldagsen gibt es seit einigen Jahren eine öffentliche Gratis-Solartankstelle. Uwe Brockmann, Geschäftsführer der EUZ GmbH, erläuterte, dass sie wenig von außen frequentiert und hauptsächlich vom EUZ selbst für dessen Elektrofahrräder genutzt werde.

Vorteile: Elektroautos, mit Naturstrom betankt, sind umweltfreundlich und fahren leise. Die Energiekosten betragen 2,50 bis vier Euro pro 100 Kilometer. Steuern und Versicherungsbeiträge sind vergleichsweise gering. Verschleissteile wie Auspuff und Zahnriemen gibt es nicht.

Nachteile: Elektroautos eignen sich eher für Kurzstrecken. Der Kaufpreis ist mit 25 000 bis 30 000 Euro relativ hoch. Nutzer von Elektroautos in Deutschland erhalten keine Förderung wie zum Beispiel in Österreich. Die Batterien haben nur eine Lebensdauer von drei bis fünf Jahren.

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