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Bau der Grundschule Bennigsen bereitet Bauchschmerzen

Bennigsen Bau der Grundschule Bennigsen bereitet Bauchschmerzen

Madlen Ludwig, Leiterin der Grundschule Bennigsen, fordert Klarheit von der Politik - und vor allem ein genaues Datum für den Baubeginn. Offen ist etwa, wo die Schüler während der Bauphase untergebracht werden können.

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Das Bennigser Grundschulteam fordert Klarheit zum Baubeginn der Grundschule.

Quelle: Archiv

Springe. Die Verwaltung hatte ursprünglich geplant, keine Container aufzustellen - das könnte sich jetzt aber ändern. „Wir versuchen aber in jedem Fall, das Optimum für Schüler und Lehrer umzusetzen“, sagt Bereichsleiter Reinhard Borchardt. Die Schule könne mit vielen Möglichkeiten umgehen - dafür brauche das Kollegium aber eine Vorlaufzeit, um planen zu können und sich auf eine neue Situation einzustellen, so Ludwig. „Wir empfinden das momentan als zähen Brei - es geht einfach nicht voran.“

Hinzu kommt, dass der alte Schultrakt derzeit nicht ausreichend brandgeschützt ist. Dort werden die dritten Klassen unterrichtet. Sollte es zu einem Feuer kommen: „Wer ist da zuständig? Ich fühle mich da überhaupt nicht wohl“, betonte Ludwig während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. Die Verwaltung arbeite an einer Lösung, betonte Borchardt und will Fluchttreppen montieren, eine wurde gestern fertiggestellt. Einige Brandmeldeanlagen wurden bereits installiert.

Doch die Unklarheiten zum Bau und die Mängel im Brandschutz sind nicht die einzigen Baustellen in der Bennigser Grundschule: Im nächsten Schuljahr wird es drei erste Klassen geben und damit eine mehr als bisher. „Wo soll ich die insgesamt zehn Klassen dann unterbringen?“, fragte Ludwig besorgt. Auch hier arbeite die Verwaltung mit Hochdruck an einer Lösung und führe Gespräche mit der benachbarten Peter-Härtling-Schule. „Das bereitet mir gar keine Bauchschmerzen“, sagte Fachdienstleiterin Gabriele Tegtmeyer. Die Stadt werde nicht nur Lösungen suchen, sondern auch sicher eine finden.

Zum Hintergrund: Die Stadt befindet sich noch in der Planungsphase für den Bau der Grundschule. Die ersten Angebote der europaweiten Ausschreibung liegen bereits vor und werden ausgewertet. Anschließend werde ein Ingenieur beauftragt, der sich die ersten Entwürfe ansieht. Diese Pläne wurden Anfang März bereits während einer öffentlichen Infoveranstaltung vorgestellt. Am Ende muss der beauftragte Fachingenieur entscheiden, ob diese Entwürfe überhaupt umsetzbar sind. Als letzte Instanz werden die Pläne dem Rat vorgestellt, der über den Bau entscheidet. Im Haushalt eingestellt sind eine Million Euro.

Ludwig wünscht sich für die Grundschule unter anderem ein Krankenzimmer. Geht es einem Kind nicht gut, muss es sich momentan noch auf den Flur legen. Außerdem gibt es keine anderen Räume außer den Klassenzimmern. Schüler haben somit keine Möglichkeit, sich einmal zurückzuziehen. Gerade im Ganztagsbetrieb sei das aber dringend notwendig. Auch der Mensabereich soll mit dem Bau vergrößert werden.

Das Team könne sich auf alles einstellen, wenn es denn eine erste Perspektive hätten. „Das Verfahren an sich läuft schon sehr transparent - aber es ist dieser lange Verwaltungsweg von Beschluss zu Beschluss, der mich etwas ärgert.“

Saskia Helmbrecht

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