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Bauen Stadtwerke bald Häuser?

Springe Bauen Stadtwerke bald Häuser?

Die Stadtwerke Springe könnten nach einer Aktualisierung ihres Unternehmensgegenstandes jetzt auch Häuser bauen. Geplant ist noch nichts, aber Bürgermeister Christian Springfeld ist nicht abgeneigt.

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Im Rahmen der Möglichkeiten: Auch im Häuserbau könnten sich die Stadtwerke engagieren.

Quelle: Mischer

Springe. Es ist an der Stadt-Öffentlichkeit relativ geräuschlos vorbeigegangen - obwohl es um eine ziemlich weitreichende Sache geht: Die Stadtwerke haben einen neuen Unternehmensgegenstand. So bezeichnen Fachleute den Bereich und die Art der Tätigkeit eines Unternehmens. Laut aktueller Veröffentlichung des Amtsgerichts Hannover engagiert sich der Kommunalbetrieb im Wohnungsbau. Und kümmert sich erst an zweiter Stelle „auch“ um „Aufgaben der Erzeugung und Versorgung mit Energie, Wärme, Wasser und der Telekommunikation“.

Stadtwerke sind üblicherweise, ein kommunales Unternehmen. Sie kümmern sich in der Regel um die Energie- oder Wasserversorgung. Für den Wohnungsbau haben etliche Kommunen eine städtische Wohnungsbaugesellschaft. In Springe gibt es die nicht, deshalb sollen die Stadtwerke das gleich mit übernehmen. Zumindest laut Eintragung im Handelsregister.

Unternehmenssprecherin Stephanie Döring macht deutlich, dass es sich dabei um eine Standardformulierung für Stadtwerke handele, die in dem Fall nicht speziell auf Springe angepasst worden sei. „Wir bauen keine Wohnungen - und auch für die Zukunft ist das nicht geplant“, betont sie. Neu an der Bekanntmachung des Amtsgerichts sei lediglich der Passus, dass sich die Stadtwerke nun auch im Vertrieb und der Verpachtung „von Anlagen zur Energieerzeugung und Energieverteilung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland“ engagiere.

Diese Formulierung sei nötig geworden, weil die Stadtwerke mittlerweile 1000 Stromkunden über die Stadtgrenzen Springes hinweg haben - nämlich in Bad Münder, Wennigsen, Gehrden, Hemmingen und Pattensen.

Zuletzt war das Thema kommunaler Wohnungsbau im Zuge der Diskussion über mögliche Unterkünfte für Flüchtlinge ins Gespräch gekommen. In Erwägung gezogen wurde damals, mögliche Projekte über die KSG Hannover (ehemals Kreissiedlungsgesellschaft) zu realisieren.

Bürgermeister Christian Springfeld, der zugleich Aufsichtsrats-Chef der Stadtwerke ist, betont, dass er der Idee, dass die Stadtwerke in den Wohnungsbau einsteigen, grundsätzlich nicht abgeneigt wäre, „derzeit gibt es aber keine Überlegungen in der Richtung“. Es fehle in der Stadt sowohl an Mietwohnungen als auch an Platz für Einfamilienhäuser. Die Stadt sei intensiv mit dem Thema beschäftigt: „Beim Thema Baugebiete sind wir an allen Ecken dran.“

von Ralf T. Mischer

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