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Beim Kinderschutzbund ist das Geld knapp

Springe Beim Kinderschutzbund ist das Geld knapp

Die finanziellen Mittel des Kinderschutzbundes reichen nicht weit. Springt ein Förderer ab, fällt zwangläufig eines der Projekte ins Wasser.

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Die Vorsitzende des Springer Kinderschutzbundes, Roswitha Prüssing, hält ihren Jahresbericht.

Quelle: Szabo

Springe. „Wir haben ein sehr turbulentes Jahr hinter uns, aber ich finde es schön, dass wir die Sache gemeinsam anpacken“, sagte die Vorsitzende Roswitha Prüssing des Springer Kinderschutzbundes bei der Jahresversammlung. In den letzten drei Jahren habe die Flüchtlingsarbeit stark zugenommen. Trotz des zusätzlichen Schwerpunktes sei das Betätigungsfeld des Kinderschutzbundes nach wie vor auf alle Familien in Springe ausgerichtet. Zurzeit hat der Kinderschutzbund rund 130 Mitglieder. „Wir können die Arbeit nur leisten, weil wir ehrenamtliche Helfer haben“, sagte die Vorsitzende.

In ihrem Jahresbericht fasste Prüssing ausführlich die Aktivitäten des Vereins zusammen. Für Eltern, die ihre Kinder noch nicht in die Krippe geben, gewinne die Kinderstube immer mehr an Bedeutung. Über das Angebot für „verhaltensoriginelle Kinder“ sagte Prüssing: „Manche Kinder müssen einfach nur in die richtige Bahn gelenkt werden.“ Auch die Schülerförderung, die gern von Ganztagskindern in Anspruch genommen werde, komme gut an. Hierbei lägen die Schwerpunkte auf Leseförderung und Matheunterricht.

Ferienpass ist stets beliebt

Besonders wichtig für Mädchen mit Migrationshintergrund ist laut Prüssing die Mädchengruppe, für die dieses Jahr die Förderung ausläuft. Sehr beliebt seien auch die von Hiltraud Hahn angebotenen Ferienpassaktionen. „Vergangenes Jahr nahmen in den Ferien 111 Kinder an sechs Aktionen teil. Wie jedes Jahr werden auch für dieses dringend ehrenamtliche Betreuer und Eltern gesucht, die die Ausflüge und Angebote begleiten“, sagte Prüssing. Für Kinder aus besonders belasteten Familiensituationen seien auch schon mal Wochenendfreizeiten angeboten worden. „Aufgrund des fehlenden Geldes können wir so etwas schon lange nicht mehr anbieten. An Fördergeldern mangelt es auch für Projekte wie „Malen“, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Das ist zurzeit einfach nicht drin“, betonte die Vorsitzende.

Angebote nicht nur für Kinder

„Wir wollen aber nicht nur Kinder erreichen, sondern auch deren Eltern.“ Auch für die Erwachsenen gebe es bewährte Angebote. „Heidrun Peters bietet beispielsweise Sprachgruppen an“, so Prüssing. Diese seien besonders für Mütter mit kleinen Kindern interessant, die wegen der fehlenden Betreuungsmöglichkeiten nicht an den Kursen der Volkshochschule teilnehmen könnten. Die Vorsitzende hob besonders das Frauenschwimmen hervor. „Das Angebot findet bereits das zweite Jahr in Folge statt und wird sehr gut angenommen. Für Frauen mit Migrationshintergrund, die nie schwimmen gelernt haben und traumatisiert wegen der Überfahrt durch das Mittelmeer sind, ist der Kurs besonders wichtig.“ Alle Teilnehmerinnen hätten inzwischen das Seepferdchen abgelegt.

„Natürlich müssen die ganzen Projekte irgendwie finanziert werden“, sagte Schatzmeisterin Gabriele Weber-Holz. Vergangenes Jahr schloss der Kinderschutzbund mit einem winzigen Plus. Mit 20 000 Euro seien die Spenden allerdings wesentlich spärlicher ausgefallen als 2015. Was im ersten Moment nach einer stolzen Summe klingt, ist jedoch wenig in Anbetracht der Ausgaben, die der Kinderschutzbund hat.

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