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Bennigser Geselle auf Erfolgskurs

Bennigsen Bennigser Geselle auf Erfolgskurs

Innungssieger, Kammersieger und Landessieger: Felix Stelter aus Bennigsen räumt gerade einen Preis nach dem anderen ab. Der 19-Jährige ist unter den Top15 der besten deutschen Gesellen. Jetzt will er sich auch beim Bundesentscheid der Maler und Lackierer durchsetzen.

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Der 19-jährige Felix Stelter räumt derzeit einige Preise ab.

Quelle: Foto: Helmbrecht

Bennigsen. „Ich setze mir lieber zu hohe Ziele“, sagt Stelter, dann schaffe man das auch. „Lieber bin ich mal enttäuscht, wenn etwas doch nicht klappt.“ Bereits als Kind habe er im Sandkasten die Wände mit einem Pinsel und Sand angemalt. „Im Handwerk sieht man halt, was man macht.“ Dass er in den Wettbewerben allerdings so gut abschneidet, hätte er nicht gedacht. „Ich habe es mir aber gewünscht und alles gegeben“, erzählt der Bennigser.

Mit 19 bereits Meister

Im November macht er jetzt mit gerade einmal 19 Jahren seinen Meister. Finanziert wird das zum Teil über ein Stipendium, eine Begabtenförderung des Ministeriums für Bildung und Forschung.

Bundeswettkampf im November

Gleichzeitig bereitet er sich schon auf den Bundeswettbewerb vom 19. bis 21. November in Köln vor. Dann tritt er gegen die Landessieger an. „Natürlich hoffe ich, unter die Top 3 zu kommen. Das wäre ein Traum und unglaublich.“ Dann würde er Deutschland auf europäischer Ebene vertreten bei dem „EuroSkills“-Wettbewerb.

Dabei hatte er sogar einmal den Ausbildungsbetrieb wechseln müssen. Das Unternehmen habe ihm gesagt, er würde seine Ausbildung sowieso nicht schaffen. Das hat sich offensichtlich nicht bewahrheitet.

Nach Absage kam der Erfolg

Der Malereibetrieb Hübenthal in Springe allerdings hatte sein Talent erkannt und ihn während seiner Ausbildung gefördert. „Wenn man den Willen hat, muss man sich nur richtig reinhängen“, sagt Stelter. Weil er so zielstrebig seine Ideen verfolge, habe er aber nicht immer positive Rückmeldungen bekommen. „Ich kann Neider nicht verstehen, denn jeder kann das erreichen, was ich geschafft habe. Das hat etwas mit Fleiß zu tun.“ Und darauf sei seine Familie sehr stolz, auch auf seine Noten, nur Einsen. „Auf den Sieg haben wir angestoßen und gefeiert, ich selber hatte das noch gar nicht realisiert, dass ich es unter die besten 15 geschafft hatte“, sagt Stelter.

„Kundengespräch ist mein Ding“

Für den Nord-Cup des Maler- und Lackiererhandwerks in Hamburg bekam er die Aufgabe, den Empfangsbereichs des Handball-Sport-Vereins zu gestalten. Da ging es um weit mehr, als nur eine Tapete an die Wand zu kleben. Bei dem Wettbewerb ist nämlich nicht nur die Technik relevant, sondern auch die künstlerische Gestaltung. Dafür habe er sich vor allem auf die Vereinsfarben konzentriert und das Thema Wasser und Wellen in sein Konzept aufgenommen. Er habe sogar bewusst frei Hand gezeichnet, um den Schwierigkeitsgrad noch zu erhöhen. „Ich bin erst in der letzten Sekunde fertig geworden.“ Bei dem Kundengespräch vor der Prüfungskommission sei er wieder entspannt gewesen. „Das ist eh mein Ding.“

Den Sieg bei der Innung und der Kammer hat er sich mit seiner Gesellenprüfung gesichert.

Sponsoren unterstützen

Das für den Wettbewerb benötigte Material habe er ebenfalls von Sponsoren bekommen. 150 Euro bekam er dafür vom Malerverband, den Rest hat Firma Brillux, ein Lack- und Farbenhersteller mit Sitz in Münster, übernommen. „Sonst wäre das nicht zu finanzieren.“

Weil Stelter den Nord-Cup mit seiner Idee gewonnen hat, wird seine Platte mit dem Logo den Handballern übergeben. Der Verein will das Exemplar dann aufhängen. Am Montag, 6. November, ist die Siegerehrung in Celle geplant. „Was ich auf jeden Fall gewonnen habe, ist mehr Selbstvertrauen.“

Von Saskia Helmbrecht

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