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Bergdorf im Ausnahmezustand

Lüdersen Bergdorf im Ausnahmezustand

Gas-Alarm in Lüdersen: Mehrere Freiwillige Feuerwehren wurden am Dienstagmittag in die Straße Am Wehrturm gerufen, weil Anwohner einen angeblichen Erdgas-Geruch wahrgenommen hatten. Die Regionsleitstelle alarmierte gegen 11.35 Uhr die Einsatzkräfte aus vier Ortsfeuerwehren.

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Auf der Suche nach der Ursache: Ein alter Flüssiggastank hinter einem Mehrfamilienhaus in Lüdersen hat die Feuerwehr in Atem gehalten. Das dort enthaltene Odoriermittel hatte sich über die Kanalisation im ganzen Ort ausgebreitet. Der Kindergarten wurde vorsorglich evakuiert. Fotos: CAP

Quelle: CAP

Springe. Laut Feuerwehrsprecher Daniel Sundmacher „wurde schon beim Eintreffen der Einsatzkräfte ein massiver Gasgeruch festgestellt“. Nach ersten Erkundungen wurden die Straßen Am Wehrturm, Im Heinsood, Ortskamp sowie der Dorfplatz und Teile der Hiddesdorfer Straße weiträumig abgesperrt, sagte Sundmacher. Anwohner wurden durch die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Lüdersen, Bennigsen, Eldagsen und Springe sowie durch die Polizei aus ihren Häusern evakuiert und kamen während des Einsatzes bei Freunden und Bekannten unter.

21 Kinder aus dem Kindergarten wurden zunächst im Feuerwehrhaus Lüdersen untergebracht, bis die benachrichtigten Eltern sie abholten. Weil weiterhin unklar war, woher der Gasgeruch kam, wurde laut Feuerwehr der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Springe und die Messkomponente der Freiwilligen Feuerwehr Laatzen hinzugerufen. Mehrere Trupps unter Atemschutz waren zu Messungen im Einsatzgebiet unterwegs.

Zeitgleich führten Mitarbeiter des Erdgasnetzbetreibers Messungen in Kanalschächten in den Straßen durch. Dabei wurde festgestellt, dass es sich laut Avacon um kein Erdgas handelt.

Feuerwehrleute stellten hinter einem Mehrfamilienhaus fest, dass ein nicht mehr in Betrieb stehender Propangastank mit Wasser gefüllt war. Aus unbekannter Ursache gelangte das Wasser in die Kanalisation. Das über Jahre abgelagerte Odoriermittel, welches als Warn- und Alarmsignal geruchsneutralen Gasen beigemengt wird, breitete sich über die Kanalisation in die Häuser aus.

Während des Einsatzes bestand laut Feuerwehr keine Gefahr der Explosion, da es sich nur um eine geruchsintensive Substanz handelte, die nicht gesundheits- oder umweltgefährdend ist. Laut Feuerwehr bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung.

Bernhard Herrmann

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